Deutscher Verband für Landschaftspflege

Struktur von NATÜRLICH BAYERN

Die Initiative NATÜRLICH BAYERN besteht aus einem Dachprojekt und 30 Einzelprojekten.
Das Dachprojekt wird vom DVL geleitet, der für die Koordination und die bayernweite Medienkampagne zuständig ist. Es läuft fünf Jahre von 2018 bis 2023. Die Einzelprojekte werden von 30 bayerischen Landschaftspflegeverbänden in allen bayerischen Regionen durchgeführt. Sie laufen in drei Tranchen jeweils zweijährig.

Dachprojekt und Einzelprojekte werden von Bayerischen Umweltministerium im Rahmen der Bayerischen Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinie mit insgesamt 2,7 Millionen Euro gefördert. NATÜRLICH BAYERN ist damit das finanzstärkste Projekt des Umweltministeriums zum Schutz der heimischen Insektenwelt.

Bunte Blüten für Insekten

Wir schwärmen für Insekten!

Bei NATÜRLICH BAYERN steht der Schutz der heimischen Insekten im Fokus. Die bayerischen Landschaftspflegeverbände schaffen, vermehren und verbessern mit 30 Einzelprojekten in allen Teilen des Freistaats Lebensräume für Insekten.

Das Bayerische Umweltministerium fördert das auf fünf Jahre angelegte Projekt im Rahmen des „Blühpakts Bayern“ mit drei Millionen Euro. Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) koordiniert die Initiative. Ziel ist es, durch Nutzung und Förderung ausschließlich gebietsheimischer Pflanzen wertvolle Lebensräume für Insekten zu schaffen, zu erhalten und zu verbessern.

Die Landschaftspflegeverbände werden mit NATÜRLICH BAYERN vor allem…

  • möglichst viele öffentliche Flächen als Lebensräume und Nahrungsquellen für Wildinsekten neu anlegen,
  • bestehende, artenarme Flächen insektenfreundlich aufwerten,
  • Kommunen intensiv über die insektenfreundliche Anlage und Bewirtschaftung von Flächen beraten.

Wertvolle Lebensräume für Insekten

Bei NATÜRLICH BAYERN geht es nicht um schnellen Aktionismus. Bei uns stehen Wirksamkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit im Vordergrund:

  • „So autochthon wie möglich“. Wir verwenden Pflanzenmischungen, die heimischen Insekten wirklich helfen. Dazu nutzen wir fast ausschließlich selbst geerntetes Saat- und Pflanzgut. Wo nicht genügend Eigenmaterial zur Verfügung steht, kaufen wir nur zertifiziertes Regiosaatgut zu. Davon profitieren auch seltene und gefährdete  Insektenarten, deren Futterpflanzen in herkömmlichen „Blühmischungen“ und „Bienenweiden“ leider oft nicht enthalten sind.
  • Innovative Naturschutztechnik. Neben bekannten Techniken wie der Mähgutübertragung setzen die Landschaftspflegeverbände auch innovative Verfahren ein, etwa den Wiesendrusch mit Mähdrescher oder die insektenschonende Ernte ohne Mahd mit neuartigen Geräten.

Ebenso wichtig in dem gesamten Projekt ist neben der Arbeit in der Natur die Beratung der Akteure über insektenfreundliche Anlage und Bewirtschaftung von Flächen. Zu diesen Akteuren gehören vor allem die Gemeindevertreter, Bauhöfe, Naturschutzverbände, Land-, Forst- und Wasserwirtschaft oder die Imkervereine. Die Initiative soll das Bewusstsein für die Vielfalt, Schönheit und die herausragende Bedeutung der Wildinsekten stärken und ihre Lebensräume sichern und verbessern.

Einzelprojekte