Deutscher Verband für Landschaftspflege
2021 zusammen mit den Mitarbeitern des Bauhof Freilassing angelegte Magerrasenfläche am Badylongelände in Freilassing. Foto LPV Biosphärenregion Berchtesgadener Land e.V.

14.07.2022 Berchtesgadener Land: Erfolgreicher Projektabschluss

In den vergangenen 2 Jahren wurden im Berchtesgadener Land in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren auf über 20.000m² neue Lebensräume geschaffen und verbessert.

„Eine durchaus gute Bilanz“ so resümiert Projektleiter Pascal Marin vom Landschaftspflegeverband (LPV) die vergangenen 2 Projektjahre. Denn der LPV konnte seit 2020 trotz vieler unvorhersehbarer Ereignisse viele kleine und größere Projekte in nahezu allen Mitgliedsgemeinden angehen und umsetzen. „Der berühmte Spruch Kleinvieh macht auch Mist ist hier ins Positive zu übersetzen, denn die meisten Flächen, die wir aufwerten konnten, sind im Bereich bis 500 m² groß, die sogenannten Zwickelflächen die überall vorhanden sind und relativ leicht insektenfreundlich gestaltet werden können“ so Marin. Es sind auch größere Flächen in Freilassing, Saaldorf und in Berchtesgaden in das Projekt eingeflossen. Diese werden weiterhin von Landwirten bewirtschaftet und sollen als Weiden und Mähwiesen genutzt werden.

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Bürgermeister Sven Dietrich und Isabel Kaske vom Landschaftspflegeverband mit dem Hinweisschild zu NATÜRLICH BAYERN. Foto Gemeinde Trogen

07.07.2022 Hof: Mit Geduld zu artenreichen Lebensräumen

Anfang Mai erfolgten Ansaaten mit gebietsheimischem Saatgut artenreicher Wiesen auf zwei Flächen der Gemeinde Trogen. Im Rahmen seines Projekts „Wir machen Insekten den HOF!“ hatte der Landschaftspflegeverband Landkreis und Stadt Hof Gelder bei der Regierung von Oberfranken für die Ansaat von mehreren Insektenlebenräumen im Landkreis Hof beantragt. Anfang Mai wurden am südlichen Ortseingang Trogens am Weidenweg zwischen Radweg und Neubausiedlung sowie an der Streuobstwiese bei Ullitz am Grünen Band Streifen aufgefräst und mit regionaltypischen Wiesenarten wie Margerite, Storchschnabel, Johanniskraut angesät.

Mitte Juni trafen sich Bürgermeister Sven Dietrich und Isabel Kaske vom Landschaftspflegeverband am Weidenweg, um die Fläche zu begutachten. „Bisher sind noch nicht viele Kräuter aufgegangen, was vermutlich an der Trockenheit in den letzten Wochen liegt. Aber man sieht bereits Sprösslinge der Roggentrespe, die wir als schnellwachsende und schattenspendende Begrünung beigemischt haben“, stellt die Projektmanagerin fest. Generell benötigt die Entwicklung einer artenreichen Wiese einige Jahre, bis sich die blühenden Kräuter etabliert haben. Geduld ist also gefragt. Ebenso ist eine regelmäßige Pflege, also eine ein- bis zweimalige Mahd pro Jahr, nötig. Deshalb werden die Flächen demnächst gemäht und das Mahdgut abtransportiert.
Zur Information der Bevölkerung werden an den Flächen Schilder aufgestellt, die vom Deutschen Verband für Landschaftspflege im Rahmen der Initiative NATÜRLICH BAYERN entwickelt und zur Verfügung gestellt wurden. Die Schilder brachte Frau Kaske zum Termin gleich mit. Bürgermeister Sven Dietrich freut sich über die Maßnahmen auf seinem Gemeindegrund: „Neben diesen Ansaaten haben wir weitere Flächen im Gemeindegebiet ausgewiesen, um ein Netzwerk von Lebensräumen für heimische Insekten und Pflanzen zu schaffe. So tragen wir als Gemeinde zum Schutz der Artenvielfalt hier in der Region bei.“

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Eine artenreiche Wiese bietet Insekten jede Menge Nahrung und Lebensraum. Foto LPV Landkreis Lichtenfels

30.06.2022 Marktzeuln: Blühwiesen als Lebensraum für Insekten

Dank des Engagements des Landschaftspflegeverbandes (LPV) Landkreis Lichtenfels entstehen nun auch in Marktzeuln im Rahmen der Initiative NATÜRLICH BAYERN mehr Lebensräume für heimische Insekten. „Wenn die Gemeinde freie und nutzbare Flächen hat, dann sollten wir auch vorbildlich damit umgehen“, so Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech. In diesem Sinne hat die Gemeinde Marktzeuln dem Landschaftspflegeverband Projektflächen genannt, die nun im Sinne des Schutzes von Insekten gepflegt werden.

Mit Ihrem Projekt „Blütenvielfalt am Obermain – Wir fliegen drauf!“ hat der LPV Landkreis Lichtenfels es sich zum Ziel gesetzt Lebensräume und Nahrungsquellen für Wildinsekten aufzuwerten und neu anzulegen. Viele Grundstücke im öffentlichen Raum wie Straßenbegleitgrün, Dämme, Zwickelflächen an Kreuzungen oder auch Spielplätze wurden dem LPV bereits durch die Kommunen gemeldet und inzwischen gemeinsam in einen artenreichen Lebensraum für heimische Insekten verwandelt.

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  • Die artenreiche Wiese wird vor dem Aussamen gemäht. Foto: LPV Main-Spessart
  • Das Mahdgut wird direkt nach dem Mähen zur Wiese transportiert, deren Artenvielfalt vergrößert werden soll. Foto: LPV Main-Spessart
  • Auf der noch artenarmen Wiese wird das Mahdgut verteilt, sodass der Samen dort keimen kann. Foto: LPV Main-Spessart

23.06.2022 Marktheidenfeld: Mahdgutübertragung

In Marktheidenfeld wurde auf Initiative des Landschaftspflegeverbandes Main-Spessart im Rahmen von NATÜRLICH BAYERN erstmals eine Mahdgutübertragung durchgeführt. Die Maßnahme mit dem Ziel, in der Region mehr Lebensraum für Insekten zu schaffen und artenreiche Wiesen zu vermehren, wurde vom Landschaftspflegeverband zusammen mit der Stadt und einem ortsansässigen Landwirt durchgeführt. Bei einer Mahdgutübertragung wird eine artenreiche Wiese, deren Pflanzen bereits Samenstände gebildet haben, gemäht und gleich im Anschluss zu einer artenarmen Wiese gebracht und dort verteilt. Da das Gras kurz vor der Reife steht, kann nach einem Tag Trockenheit der Samen ausfallen und im Erdreich am neuen Ort anwachsen. So sind beste Voraussetzungen geschaffen, dass bereits im folgenden Jahr ein weiteres Blühgebiet mit vielen verschiedenen Gräsern den Insekten als Lebensraum zur Verfügung steht.

Hier tummeln sich Wildbienen und andere Insekten. Foto: LPV Bamberg

07.06.2022 Bamberg: Prächtige Blütenvielfalt

Auch im zweiten Jahr nach der Ansaat zeigen sich die Blühflächen in den Gemeinden Stegaurach und Memmelsdorf mit einer prächtigen Blütenvielfalt. Der im letzten Frühsommer vorherrschende Mohn wurde in diesem Jahr abgelöst durch die leuchtend weiß blühende Margerite. Gemischt mit weiteren Arten wie Acker-Witwenblume, Wilder Möhre, Hornklee, Bocksbart - ein leckeres Buffet für Wildbienen. Einige dieser „wilden“ Verwandten der Honigbiene sind echte Feinschmecker. Sie sammeln ihre Pollen nur an ganz bestimmten Pflanzen wie z.B. Glockenblumen oder Korbblütler, daher ist es wichtig nicht irgendwelche Blumenmischung auszubringen, sondern nur heimische Wildpflanzen zu verwenden.

03.06.2022 Was Wirtschaft, Sport und andere tun können - Willi auf dem blühenden Golfplatz

Dr. Martin Sommer vom DVL zeigt Willi Weitzel, dass auch andere Flächeneigentürmer können etwas tun. Die Landschaftspflegeverbände unterstützen neben Kommunen auch andere Eigentümer von Flächen, die diese insektenfreundlich bewirtschaften und anlegen wollen. Angesprochen sind beispielsweise Landwirte, sowie Firmen, Privatpersonen, Kirchen, Sportvereine oder Golfplatzbesitzer.

Je nach Lichteinfall schillern Ölkäfer (Meloe proscarabaeus) violett bis blauschwarz. Foto J. Späth/LPV

30.05.2022 Dingolfing-Landau: Erfolgreiche Bürgerbeteiligung bei der Ölkäfer-Suche

Im Rahmen seines Projekts WiesenReiche informierte der Landschaftspflegeverband im Frühjahr 2020 und 2021 die Öffentlichkeit durch Pressemitteilungen über Ölkäfer und bat darum, Sichtungen dieser Käfer zu melden. Die Resonanz aus der Bevölkerung war sehr erfreulich, denn 39 Mal wurde der seltene Schwarzblaue Ölkäfer (Meloe proscarabaeus) im Landkreis Dingolfing-Landau entdeckt. Weitere 9 Meldungen kamen aus angrenzenden Landkreisen.

Der Schwarzblaue Ölkäfer war Insekt des Jahres 2020 und wird in Bayern und Deutschland in der Roten Liste gefährdeter Tiere als gefährdet eingestuft (RL-Status 3). Außerdem gehört er laut Bundesartenschutzverordnung zu den besonders geschützten Tierarten. Ölkäfer findet man oft in Lebensräumen mit vielen Wildbienen. Der Grund: Die frisch geschlüpften Käferlarven klettern auf Blüten, klammern sich an Wildbienen und lassen sich in deren Bodennester transportieren. Dort ernähren sich die Larven von Bieneneiern, -larven und Pollenvorrat. Sodann überwintern sie im Bienennest um es im nächsten Frühjahr als Käfer zu verlassen. Ölkäfer findet man deshalb oft an Orten, an denen Wildbienen zahlreiche Brutröhren in die Erde graben. Dies sind z.B. sandige und offene Bodenstellen in nährstoffarmen Wiesen-Lebensräumen, wie z.B. in Trockenrasen und ungedüngten, sonnigen Streuobstwiesen oder an Deichen und warmen Waldsäumen. Aber auch an kleinsten Wegböschungen oder in Hausgärten leben Ölkäfer. Ölkäferfunde sind deshalb ein guter Indikator für optimale Wildbienen-Lebensräume.

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25.05.2022 Was Städte und Gemeinden tun können - Willi unterwegs mit einem bienenbegeisterten Bürgermeister

In Rottal-Inn zeigt Martin Biber, Bürgermeister von Eggenfelden, gemeinsam mit Katharina Ries vom Landschaftspflegeverband Rottal-Inn, was Kommunen für insektenreiche Lebensräume tun können. In dieser Folge wird das Potenzial kommunaler Flächen, die für den Insektenschutz optimiert werden können, dargestellt. Dabei steht Eggenfelden beispielhaft für alle teilnehmenden Kommunen bei NATÜRLICH BAYERN.

Der LPV Rottal-Inn nimmt mit dem Einzelprojekt "Zwickelbleame – weil´s jeder kann" an NATÜRLICH BAYERN teil.

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  • Totholzinseln sind von zentraler Bedeutung für die Biodiversität Foto: P. Roggenthin
  • Andreas Barthel erklärt den Totholzgarten. Foto: P. Roggenthin
  • Abgestorbenes Holz ist voller Leben. Foto: P. Roggenthin
  • Dr. Martin Sommer, Projektmanager "NATÜRLICH BAYERN" vom DVL, Andreas Barthel, Geschäftsführer des LPV, und Oberbürgermeister Peter Reiß (von links). Foto: P. Roggenthin

18.05.2022 Schwabach: Neues Totholzbiotop vorgestellt

Ein ungewöhnliches Insekten-Projekt stellten Peter Reiß, Oberbürgermeister der Stadt Schwabach und Andreas Barthel, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Schwabach Ende April da zwischen Forsthof und Obermainbach vor. Der Verband hat im Rahmen des Projektes „Totes Holz voller Leben“ Baumstämme, die dem Bau des neuen Hallenbads zum Opfer fielen, verzweigt aufgeschichtet und so zu einem Totholzbiotop und damit Lebensraum für eine Vielzahl an Insekten gemacht. Die zukünftigen Bewohner – nicht wenige davon stehen auf der Roten Liste bedrohter Arten - finden hier nun mit Totholz von Linde, Bergahorn und Eiche ein wahres Luxus-Biotop.

10.05.2022 Artenreiche Wiesen neu anlegen - Willi erntet Wiesenblumensamen

Beim LPV Unterallgäu lernt Willi Weitzel eine besondere Technik kennen, um Pflanzensamen zu sammeln und erfährt, wie damit eine Ansaat für eine neue Wiese gelingt. Es werden dabei verschiedene Übertragungsverfahren gezeigt, beispielweise eine Mähgutübertragung und das Ausbringen von ausgebürsteten Samenmaterial.

03.05.2022 Wiesen artenreich erhalten - Willi mäht bienenfreundlich

In dieser Folge wird die insektenfreundliche Pflege vorgestellt. In Dingolfing-Landau lässt sich Willi Weitzel von Jessica Rossow vom dortigen Landschaftspflegeverband zeigen, worauf es bei der Pflege einer artenreichen Wiese als Lebensraum für Insekten ankommt und geht den Bauhofmitarbeitern beim Mähen zur Hand. Mit einer standortangepassten Pflegeumstellung kann das vorhandene Arteninventar gefördert und damit die typische Pflanzen- und Insektenvielfalt wieder hergestellt bzw. erhalten werden.

Der LPV Dingolfing-Landau nimmt mit dem Einzelprojekt "WiesenReiche" an NATÜRLICH BAYERN teil.

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Kreisfachberater Bernd Brunner erklärt bei der Bauhofschulung den Schnitt von Streuobstgehölzen. Foto: LPV Lindau-Westallgäu, Michaela Berghofer

03.05.2022 Lindau: Bauhofschulung in Gehölz- und Streuobstpflege

Der LPV Lindau-Westallgäu hat in enger Zusammenarbeit mit dem Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege Bernd Brunner eine Bauhofschulung zu dem Thema „Gehölz- und Streuobstpflege im kommunalen Bereich – Tipps für die Praxis, gut und einfach“ im Landkreis Lindau durchgeführt.

Hecken, Feldsäume, Streuobstbäume und artenreiche Wiesen sind sehr wichtige Strukturen in der Landschaft und tragen einen großen Teil zur Biodiversität bei. Diese Strukturen verschwinden durch beispielsweise eine intensivierte Bewirtschaftung der Flächen in alarmierender Geschwindigkeit. Insekten und viele andere Tierarten sind auf diese Kleinstrukturen angewiesen und verschwinden daher mit ihnen. Kommunale Flächen bieten ein großes Potential für Kleinstrukturen.

Neben dem aus ökologischer Sicht richtigen Schneiden einer Hecke, wird in der Schulung unter anderem der Obstbaumschnitt besprochen und demonstriert. Streuobstbäume brauchen besonders in den ersten Jahren nach der Pflanzung einen geeigneten Erziehungsschnitt um alt werden zu können. In den weiteren Schulungen sollen unter anderem die Ernte von gebietsheimischem Saatgut auf artenreichen Wiesen und die ökologische Grünflächenpflege vorgestellt werden. Diese sind ein Teil des NATÜRLICH BAYERN-Projekts „Heimische Blütenpracht – Unsere Kommune macht´s“, welches die ökologische Aufwertung kommunaler Grünflächen zum Ziel hat.

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26.04.2022 Biene ist nicht gleich Biene - Willi lernt Wildbienen kennen

In der ersten Folge der Filmserie "Worauf Insekten wirklich fliegen - Willi trifft Wiesenmacher Wildbienenschützer" trifft Willi auf Wildbienenexperte Klaus Weber vom Landschaftspflegeverband Bamberg.

Im Anschluss an das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ sind viele Projekte und Initiativen entstanden. Ein wichtiges Projekt ist „NATÜRLICH BAYERN - Insektenreiche Lebensräume“. Es dient dem Schutz von Wildinsekten, denn diese, nicht die Honigbienen, sind sehr stark im Rückgang und viele Arten sind bereits vom Aussterben bedroht.

Der LPV Bamberg nimmt mit dem Einzelprojekt "Mehr Mut zur Natur - Insekten willkommen" an NATÜRLICH BAYERN teil.

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26.04.2022 Worauf Insekten wirklich fliegen – die Filmserie mit Willi Weitzel

Die Filmserie „Worauf Insekten wirklich fliegen – Willi trifft Wiesenmacher und Wildbienenschützer“ des DVL und der bayerischen Landschaftspflegeverbände ist online. Durch die Unterstützung der Landschaftspflegeverbände bei den Dreharbeiten entstand eine Filmserie, welche neben dem Insektenschutz auch die Expertise der Landschaftsplegeverbände und deren wichtige Arbeit in der Landschaftspflege zeigt.

Der DVL rückt gemeinsam mit den Landschaftspflegeverbänden die Insektenvielfalt und ihre Lebensräume in den Mittelpunkt einer Filmserie. In den Folgen erkundigt sich Willi Weitzel bei den Landschaftspflegeverbänden über die Insektenvielfalt und deren Gefährdung, erfährt, welche Lebensräume für sie wichtig sind, wie diese angelegt und gepflegt werden und was Kommunen und andere Flächeneigentümer tun können.

Die Filmserie ist auf dem YouTube-Kanal des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege zu sehen.

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07.04.2022 Worauf Insekten wirklich fliegen – Willi trifft Wiesenmacher und Wildbienenschützer- Der Trailer

Der DVL rückt gemeinsam mit den Landschaftspflegeverbänden die Insektenvielfalt und ihre Lebensräume in den Mittelpunkt einer Filmserie. In der Filmserie erkundigt sich Willi Weitzel bei den Landschaftspflegeverbänden über die Insektenvielfalt und deren Gefährdung, erfährt, welche Lebensräume für sie wichtig sind, wie diese angelegt und gepflegt werden und was Kommunen und andere Flächeneigentümer tun können. Ab dem 26.04.22 wird die Filmserie auf YouTube zu sehen sein.

05.04.2022 Berchtesgaden: Blühendes Netzwerk im Berchtesgadener Land

Der LPV Berchtesgadener Land zeigt filmisch seine Arbeit im Einzelprojekt "KONEKT – blühendes Netzwerk Berchtesgadener Land".

Um zwischen den artenreichen, aber wenigen Trockenlebensräumen einen funktionalen Austausch sicherzustellen, muss ein blühendes Netzwerk im Berchtesgadener Land entstehen. Der LPV Berchtesgadener Land nimmt sich dieser Aufgabe an und wird in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsgemeinden KOmmunale NEbenflächen aKTivieren.

Bereits im Vorfeld wurden dem LPV potenzielle Flächen gemeldet. Auf diesen wird das Mahdregime an die Standortbedingungen angepasst. Während auf Spenderflächen Pflanzensamen gewonnen werden können, werden weitere Flächen identifiziert. Ihre Pflanzengesellschaften werden anschließend durch im Landkreis geerntetes Biosphären-Saatgut, zertifiziertes Regiosaatgut oder per Mahdgutübertrag von neuen Arten bereichert.

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Peter Riegg vom LPV Eichstätt gibt den Bauhofmitarbeitenden praktische Tipps beim Baumschneidekurs in Adelschlag. Foto: W. Willner

29.03.2022 Eichstätt: Der richtige Obstbaumschnitt

Im Einzelprojekt "Bienenweide Streuobstwiese - ein vielfältiger Lebensraum blüht auf" des LPV Eichstätt steht der Streuobstbestand im Landkreis Eichstätt im Fokus. Für die richtige Pflege von Obstbäume führt der LPV Schulungen für Bauhöfe durch.

Viele Streuobstbestände im Landkreis Eichstätt benötigen dringend Pflege, um erhalten zu werden bzw. damit die jungen bis mittelalten Bestände ein ökologisch wertvolles Alter erreichen können. Der LPV Eichstätt gibt praktische Bauhofschulungen für die optimale Pflege der Obstbäume. In Adelschlag wurde den Bauhofmitarbeitenden bei einem Baumschneidekurs eine praktische Anleitung durch den LPV gegeben.

Ziel des Einzelprojekts ist eine Pflege der bestehenden Bestände in ihrer Gesamtheit (Bäume und Untergrund) im gesamten Landkreis, um so diese wertvollen Biotope zu erhalten bzw. zu verbessern und damit die Insektenvielfalt zu fördern.

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Foto: Dr. Martin Sommer

15.03.2022 Landschaftspflegeverbände schaffen 330 Hektar blütenreiche Lebensräume

Bayerns Artenreichtum ist einzigartig, aber bedroht. Deshalb haben der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) und die bayerischen Landschaftspflegeverbände (LPV) bereits 2019 mit NATÜRLICH BAYERN ein Aktionsprogramm für mehr Artenvielfalt ins Leben gerufen. 10 der insgesamt 30 Projekte gingen nach zweijähriger Laufzeit nun erfolgreich zu Ende. Dabei entstanden 330 Hektar blütenreiche Lebensräume, eine Fläche von rund 500 Fußballfeldern.

Gemeinsam mit Landwirtinnen und Landwirten, Gewerbebetrieben und Bauhöfen haben die 10 LPV vor allem auf kommunalem Grund 330 Hektar artenreiche Flächen neu angelegt oder bestehende insektenfördernd aufgewertet. Darüber hinaus vermittelten sie in über 1.000 Beratungsgesprächen und Schulungen aktuelles Knowhow über insektenfreundliche Flächenpflege in rund 100 Kommunen sowie 30 landwirtschaftlichen Betrieben und Firmen.

Im Landkreis Freising lag der Schwerpunkt zum Beispiel auf der Vernetzung zwischen Naturschutzgebieten. Hierfür wurden entlang von Wegen breite artenreiche Säume angelegt oder durch eine Umstellung der Pflege wieder blütenreicher gemacht und dadurch Biotope miteinander verbunden. Im Unterallgäu hingegen säte der dortige LPV zahlreiche kommunale Flächen mit selbst geerntetem artenreichem Wiesensaatgut aus der Region an. Das Saatgut wurde mit dem dort eigens entwickelten Erntegerät „Wiesefix“ geerntet. Eine im Sommer durchgeführte Kartierung ergab, dass sich auf einem Großteil der untersuchten Projektflächen nach kurzer Zeit die gewünschten artenreichen Bestände etablieren konnten. Neben Freising und dem Unterallgäu wurden Maßnahmen in den Landkreisen Ansbach, Augsburg (Stadt), Bayreuth, Dachau, Donau-Ries, Kelheim, Rottal-Inn und Straubing-Bogen umgesetzt. In verschiedenen Regionen sind bereits Anschlussprojekte geplant.

Bracheflächen dienen Insekten auch im Winter als Überwinterungsquartiere. Foto: LPV Hof

08.02.2022 Hof: An Kreisstraßen wird für die Insektenvielfalt weniger gemäht

Gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Landkreis und Stadt Hof hat der Kreisbauhof sein Mähkonzept weiter optimiert. Um Überwinterungs-Lebensräume für Insekten zu fördern, wurden im Jahr 2021 an den Kreisstraßen des Hofer Landes ca. 44 ha Brachebereiche über den Winter stehen gelassen.

Seit langer Zeit setzt der Kreisbauhof bereits Konzepte zur insektenfreundlichen Pflege seiner Straßenbegleitflächen um. Gemeinsam mit Straßenmeister Tobias Zinke, Jürgen Wälzel und dem Landschaftspflegeverband wurden weitere Ideen zu den Brachestreifen entwickelt. Außerhalb der Ortschaften mäht der Kreisbauhof rund 220 km Straßenbegleitgrün. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, müssen die Bankette, Sichtflächen und Einrichtungen zur Entwässerung kurzgehalten werden. Etwas weiter weg vom Fahrbahnrand liegen die sogenannten Extensivbereiche. Diese werden mittlerweile auf jeweils einer Straßenseite nur noch auf einer Breite von 3 m gemäht, statt wie früher auf 5 m.

Die übrigen zwei Meter breiten Streifen summieren sich: nach Schätzungen des Straßenmeisters wurden dadurch im Jahr 2021 ca. 44 ha Straßenbegleitgrün stehen gelassen. „Das sind rund 62 Fußballfelder!“, berichtet Zinke. „In der kommenden Saison werden diese Bereiche dann gemäht und die auf der gegenüberliegenden Seite stehen gelassen“, so der Straßenmeister weiter. Eine regelmäßige Mahd (jedes 2. Jahr) sei nichtsdestotrotz notwendig, weil die Flächen sonst verbuschen, also mit Gehölzen zuwachsen.

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Eine artenreiche Wiese im Spessart, welche als Spenderfläche dient. Foto: LPV Aschaffenburg

16.12.2021 Aschaffenburg: "Wir säen, was wir ernten"

Mit dem Einzelprojekt "Wir lassen (Streuobst-) Wiesen wieder aufblühen!" vom Landschaftspflegeverband Aschaffenburg e.V. sollen insektenfreundliche Lebensräume im gesamten Landkreis Aschaffenburg geschafft werden. Das gebiesteigene Saatgut gewinnt der LPV das Saatgut von artenreichen Flächen.

Das Ziel des Einzelprojektes ist, durch die Anlage insektenfreundlicher und artenreicher (Streuobst-) Wiesen die Vielfalt der heimischen Insekten zu fördern. Dazu werden zwei Ansätze verfolgt, um Insektenparadiese wieder aufzubauen: Ansaat neuer Flächen mit gebietseigenen Samen sowie "Impfen" von  artenarmen Wiesenflächen.

"Wir säen, was wir ernten - blütenreiche Mainwiesen", so der LPV Aschaffenburg. Zum Ernten von gebietseigenen Saatgut nutzt der LPV Aschaffenburg einen E-Beetle. Dazu wurden viele artenreiche Wiesen im gesamten Landkreis beerntet, darunter Mainwiesenin Großwelzheim, wertvolle Sandmagerrasenin Kahl und Alzenau, blühende Spessartwiesen in Jakobsthal und Rothenbuch sowie eine Feuchtwiesemit dem Gewöhnlichen Teufelsabbissin Blankenbach. Ausgebracht wird das Saatgut auf ausgewählten Standorten im Landkreis Aschaffenburg.

Der LPV Aschaffenburg stellt ihre Vorgehensweise im Einzelprojekt und eine Zwischenbilanz auf ihrer Webseite unter www.lpv-aschaffenburg.de/naturlich dar.

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