Deutscher Verband für Landschaftspflege

23.09.2020 NATÜRLICH BAYERN als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet

Das Projekt „NATÜRLICH BAYERN – insektenreiche Lebensräume“ des Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL) ist als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet worden. In Stellvertretung des bayerischen Umweltministers Thorsten Glauber nahm Ministerialrat Wolfram Güthler die Würdigung vor. Die Auszeichnung wird an vorbildliche Projekte verliehen, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Deutschland einsetzen.

Ansbach/Hürth/Memmingen, 22. September 2020 – Mit der Initiative „NATÜRLICH BAYERN - insektenreiche Lebensräume" trägt der Deutsche Verband für Landschaftspflege mit den bayerischen Landschaftspflegeverbänden zum Erhalt und zur Förderung der Insektenvielfalt in Bayern bei. Dafür werden bis 2023 vor allem kommunale Flächen mit gebietseigenem Saat- und Pflanzgut zu artenreichen Lebensräumen für Insekten aufgewertet. Darüber hinaus werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kommunen über insektenfreundliche Lebensräume und deren Pflege geschult und beraten, um den Kommunen eine Umstellung der Flächenpflege zu erleichtern. Die Initiative ist Teil des vom Bayerischen Umweltministeriums initiierten „Blühpakts Bayern“.

„Artenschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Deutsche Verband für Landschaftspflege und die bayerischen Landschaftspflegeverbände sind starke Partner, die Artenschutz und Biodiversität in die Regionen bringen und vor Ort umsetzen. Bestes Beispiel ist die Initiative 'NATÜRLICH BAYERN' – ein herausragendes Projekt zur praktischen und wirkungsvollen Umsetzung von Natur- und Artenschutz. Mit 'NATÜRLICH BAYERN' schaffen wir gemeinsam mit Gemeinden und Landwirten neue Lebensräume für mehr Insektenvielfalt. 'NATÜRLICH BAYERN' darf ab jetzt für zwei Jahre den Titel 'Ausgezeichnetes UN-Dekade-Projekt' führen. Das ist eine großartige Würdigung und Motivation für die Zukunft.", betonte Staatsminister Thorsten Glauber in der übermittelten Laudatio.

Bei „NATÜRLICH BAYERN“ stehen Wirksamkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit der Maßnahmen im Vordergrund. Es werden Pflanzenmischungen verwendet, die heimischen Insekten wirklich helfen. Dazu nutzen die Landschaftspflegeverbände fast ausschließlich selbst geerntetes Saat- und Pflanzgut von artenreichen Spenderflächen aus der jeweiligen Region. Wo dies nicht ausreichend zur Verfügung steht, kaufen sie zertifiziertes Regiosaatgut. Davon profitieren auch seltene und gefährdete Insektenarten, deren Futterpflanzen in herkömmlichen Blühflächen und „Bienenweiden“ nicht enthalten sind. Darüber hinaus nutzen die Landschaftspflegeverbände neben bekannten Techniken wie der Mähgutübertragung auch innovative technische Verfahren, wie den Wiesendrusch mit Mähdrescher oder die Samenernte ohne Mahd mit neuen Geräten.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Foto: R. Manderbach

15.09.2020 Europäischer Rechnungshof stellt die Wirkungslosigkeit der EU-Initiative für Bestäuber fest

Der Europäische Rechnungshof (EuRH) fällt in einem Sonderbericht zur Wirksamkeit von EU-Maßnahmen zum Schutz wilder Bestäuber ein vernichtendes Urteil.

Die „Initiative für Bestäuber“ der europäischen Kommission von 2018 soll zur

  • Verbesserung der wissenschaftlichen Kenntnisse über den Rückgang der Bestäuber,
  • Bekämpfung der größten Bedrohungen für Bestäuber und zur
  • Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Akteuren beitragen.

Der Schwerpunkt der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Maßnahmen zur Bekämpfung der größten Bedrohungen für wilde Bestäuber liegt auf der Erhaltung von Lebensräumen, einschließlich landwirtschaftlicher und städtischer Lebensräume, und der Verringerung der Auswirkungen von Pestiziden und invasiven gebietsfremden Arten. Dabei spielt vor allem die effizientere Nutzung der vorhandenen Instrumente, Politiken und Rechtsvorschriften (z.B. LIFE, Natura 2000, EU-Biodiversitätsstrategie, Ökolandbau, Agrarumweltmaßnahmen, investive Maßnahmen, Beschränkung bienenschädlicher Wirkstoffe u.a.) eine Rolle.

Der EuRH stellt als unabhängiges Kontrollorgan nun unter anderem folgende Mängel fest:

  • Es mangelt an Steuer- und Kontrollinstrumenten, die größten Bedrohungen zu bewältigen. Vor allem überprüft die Kommission die Umsetzung von Vorschriften in verschiedenen Mitgliedsstaaten zu wenig.
  • Es existieren keine spezifischen Schutzmaßnahmen für wilde Bestäuber in den Instrumenten der Initiative. Speziell in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sollten solche Maßnahmen integriert werden.
  • Notfallzulassungen von verbotenen und eingeschränkten Insektiziden werden in den Mitgliedsstaaten zu leichtfertig erteilt. Die Mitgliedstaaten werden dabei zu wenig kontrolliert und die Auflagen sind zu gering.

Der EuRH empfiehlt in seinem Fazit der Kommission vor allem,

  • die bisherigen Instrumente einer stärkeren Prüfung auf die Auswirkungen auf Bestäuber zu unterziehen,
  • in den GAP-Strategieplänen der Mitgliedsstaaten stärker als bisher darauf zu achten, dass besonders Maßnahmen mit positiven Auswirkungen auf Bestäuber enthalten sind,
  • spezifische Maßnahmen bezüglich kritischer Pflanzenschutzmittel speziell für wilde Bestäuber zu entwickeln,
  • insgesamt die Umsetzung von Vorschriften in den Mitgliedsstaaten besser zu überprüfen.

Fazit des DVL

Die Bewertung des EuRH zeigt, dass nicht die Menge, sondern die Qualität der insektenfördernden Maßnahmen entscheidend ist. Projekte wie NATÜRLICH BAYERN des DVL können zwar im nationalen oder gar europäischen Gesamtgefüge der Naturschutzmaßnahmen für Insekten nur einen kleinen Beitrag leisten. Wir sind aber überzeugt, dass gerade solche Projekte, die regional besonders eng mit vielen Akteuren zusammenarbeiten, wirklich effizient sind. Um wirksam das Insektensterben eindämmen zu können, sind jedoch aus Sicht des DVL weit mehr solcher großräumig angelegten und ausreichend finanzierten Initiativen mit kooperativen Ansätzen notwendig, also gemeinsam mit lokalen Akteuren aus Naturschutz, Landwirtschaft, Kommunen und staatlichen Stellen, aber flächig auf große Landschaftsräume ausgedehnt.

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  • v. l. Naturpark-Ranger Andreas Schätzlein, Geschäftsführer LPV Aschaffenburg Alexius Wack und Landrat Alexander Legler. Foto: LPV Aschaffenburg
  • Die Erntefläche mit Sandgrasnelken-Flora. Foto: LPV Aschaffenburg

31.08.2020 Aschaffenburg: Erster eBeetle-Einsatz zur Samenernte mit Landrat

Der Landschaftspflegeverband Aschaffenburg führte gemeinsam mit dem Naturpark Spessart die Ernte von Saatgut mit einer Bürstenmaschine vor. Mit dem Saatgut sollen die Streuobstwiesen im Landkreis aufgewertet werden. Landrat Alexander Legler, Vorsitzender des Landschaftspflegeverbands ließ sich die Vorgehensweise und Technik erklären.

Für die Ernte wählte der Landschaftspflegeverband eine Fläche mit Sandgrasnelke, wilde Möhre, Schafgarbe,
Bergsandglöckchen, Wiesenflockenblume, Feldmannstreu, Rainfarn und Glockenblume. Getrocknet und in Säcken eingelagert, werden die Samen im Herbst bei hinreichender Erdfeuchte wenige Kilometer weiter auf einer Streuobstwiese wieder ausgebracht.

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Auf dem Vertragsnaturschutz-Acker in Weltenburg wurden den Teilnehmern die seltenen Ackerwildkräuter gezeigt. Foto: Lucia Gruber /VöF

24.08.2020 Kelheim: Landwirte tauschen sich zum Ackerwildkrautschutz aus

Über NATÜRLICH BAYERN werden im Landkreis Kelheim neben artenarmen Wiesen auch Äckern durch Ansaat von Ackerwildkräutern zur Förderung unserer Insekten aufgewertet. Im Projekt "Bunte Bauernwiesen - Bunte Bauernäcker" hatte der LPV Kelheim Landwirte zum Erfahrungsaustausch eingeladen.

Auf bereits langjährig extensiv bewirtschafteten Äckern stellten die MitarbeiterInnen des Landschaftspflegeverbands die dort vorkommende Ackerwildkrautvegetation vor und erklärten die bestehenden Fördermöglichkeiten, vor allem im Vertragsnaturschutzprogramm. Mit den Praxisbeispielen vor Augen fand ein reger Austausch zwischen den Neuinteressenten und den „alten Hasen“ statt. So wurden auch Lösungsansätze für das Aufkommen von Problempflanzen wie Ackerkratzdistel oder Trespe diskutiert. Die Zusammenkunft fand reges Interesse bei den anwesenden LandwirtInnen und verdeutlichte auch deren Verständnis für diesen speziellen Natur- und Artenschutz.

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  • v.l.n.r. Richard Gamisch, zweiter Bürgermeister von Unterschwaningen, Ehingens Bürgermeister Friedrich Steinacker, Günther Wagenlender, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Ehingen, und Norbert Metz vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken. Foto: FLZ Ansbach
  • Schafkopfen mit Blütenmotiven

11.08.2020 LPV Mittelfranken stellt das NATÜRLICH BAYERN-Schafkopfblatt vor

Während auf den Flächen der ILE-Region Hesselberg-Limes die Artenvielfalt ihren Spielraum bekommt, können jetzt auch die Bürgermeister und Ehrenamtler des Obst- und Gartenbauvereins ins Spiel kommen. Der Landschaftspflegeverband Mittelfranken entwickelte dafür ein Schafkopfblatt mit Blütenmotiven.

Das Kartenspiel ist mit Blütenpflanzen dekoriert: Der Herz-Ober mit Wiesenglockenblume, der Schellen-Unter mit Rosen-Malve. Die Karten sind liebevoll gestaltet und sollen in den Gemeinden das Bewusstsein für die Artenvielfalt stärken.

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  • Extensive Flächen des Golfclubs Gäuboden. Foto: LPV Straubing-Bogen
  • Der LPV untersucht die vorhandene Artenvielfalt der Flächen. Foto: LPV Straubing-Bogen

06.08.2020 Straubing-Bogen: Auf dem Weg zum insektenfreundlichen Golfplatz

Der Landschaftspflegeverband erarbeitet ein Konzept für den Golfclub Gäuboden e.V. um die rund 40 ha ungenutzten Golfplatz-Fläche von insgesamt über 100 ha Gesamtfläche für den Naturschutz, vor allem für Insekten, zu optimieren. Dabei soll auf den bereits extensiv gepflegten Flächen mit heimischem Saatgut mehr Blütenpflanzen und Pflanzenarten eingebracht werden. Die Golfspieler und Golfspielerinnen können sich zukünftig über farbenfrohe, lebendige Wiesen freuen. Und die Insekten auch.

Foto: LPV Mittelfranken

03.08.2020 Ansbach: Blütenreiche Wiese durch "Weniger-Tun" entstanden

Aus einer intensiven Grünfläche des regionalen Wasserversorgers hat sich durch wesentlich selteneres Mähen eine blütenreiche Wiese entwickelt. Eine klassische win-win-Situation. Für die Natur mehr Blüten und mehr Insekten. Für den Betriebshof weniger Arbeit und weniger Kosten.

Auf Initiative des Landschaftspflegeverbands Mittelfranken, änderte der Betriebshof des Wasserversorgers "Fernwasser Franken" in der Gemeinde Dürrwangen im Landkreis Ansbach die Pflege einer 0,5 ha großen Grünfläche. Statt wie bisher ab April vier bis sechsmal pro Jahr zu mähen, setzte der Betriebshof seit 2019 seinen Rasentraktor nur noch ab Mitte Juni für die Mahd von Teilflächen ein. Bis zu 30% bleibt ungemäht und über den Winter stehen.

Das Ergebnis hat alle verblüfft: Ohne Einsaat setzen sich wieder eine Vielzahl von Blütenpflanzen durch. Der Mähaufwand konnte um mindestens 50% reduziert werden. Die Aufwuchsmenge konnte selbst im August noch mit dem Aufsitzmäher oder Hochgrasmäher bewältigt werden. Diese Maßnahme zeigte allen Beteiligten, dass sich auch in der Grünflächenpflege weniger mehr sein kann!

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  • Die Empfängerfläche wird mit der Scheibenegge vorbereitet. Foto: LPV Fränkische Schweiz
  • Das Mähgut wird mit dem Heulader angeliefert und mit dem Radlader auf der Fläche verteilt. Foto: LPV Fränkische Schweiz
  • Ohne Handarbeit geht's nicht. Landwirt Hannig verteilt das Mähgut gleichmäßig mit der Heugabel. Foto: LPV Fränkische Schweiz
  • Fertig! Die Samen können jetzt aus dem Mähgut auf den vorbereiteten Boden fallen und werden vor Austrocknung und Konkurrenz geschützt. Foto: LPV Fränkische Schweiz

27.07.2020 Bayreuth: 2x Mähgutübertragung auf kommunalen Flächen

Die Stadt Hollfeld und die Gemeinde Eckersdorf stellten Flächen für die Anlage von artenreichen Wiesen zur Verfügung. Der Landschaftspflegeverband Fränkische Schweiz organisierte das Mähgut von Landwirt Hannig, der die Maßnahmen im Auftrag des LPV durchführte. Ein Musterbeispiel für die Arbeitsweise des Landschaftspflegeverbands! In Hollfeld werden so insgesamt ca. 1300 m² und in Eckersdorf 3170 m² Grünland aufgewertet.

Dünen-Pelzbiene (c) K.Weber

21.07.2020 Ein Jahr Volksbegehren „Rettet die Bienen“ – Bilanz aus Sicht der Wildinsekten

Der DVL zieht Bilanz über die Entwicklungen im Naturschutz und der Landwirtschaft ein Jahr nach dem erfolgreichsten bayerischen Volksbegehren: Die wichtigsten erfolgten Gesetzesänderungen, anstehende Aufgaben im Insektenschutz und die Finanzierung.

Die Vorschläge des Volksbegehrens wurden in viele bayerischen Gesetze und andere Rechtsvorschriften übernommen. Aus Sicht der Wildinsekten sind insbesondere folgende Regelungen von großer Bedeutung:

Wichtige erfolgte Gesetzesänderungen

  1. Aufbau eines Biotopverbundsystems über ganz Bayern mit dem Ziel 15 % des Offenlandes bis 2030
  2. 10 % Naturwaldflächen im Staatswald bis 2023
  3. Aufnahme weiterer wichtiger Lebensräume in die Liste der gesetzlich geschützten Biotope: Streuobstwiesen und artenreiches Grünland
  4. Mahd von 10 % des Grünlandes erst nach dem 15. Juni
  5. Schutz der Gewässerrandstreifen als Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie im Bayerischen Wassergesetz
  6. Verbot von Pestiziden in Naturschutzgebieten, geschützten Landschaftsbestandteilen und gesetzlich geschützten Biotopen.
  7. Deutliche Einschränkungen für die nächtliche Beleuchtung öffentlicher Gebäude

Darüber hinaus wurde die Beratung von Landbewirtschaftern für eine naturverträglichere Wirtschaftsweise durch 100 Beraterstellen in den Naturschutzbehörden und in den Landwirtschaftsämtern ab 2020 gestärkt und Projekte wie NATÜRLICH BAYERN im Rahmen des Blühpakts Bayern auf den Weg gebracht.

Anstehende Aufgaben für die Verbesserung des Insektenschutzes

Im Zuge der schnell umgesetzten Änderungen in den Gesetzeswerken bestehen nach Einschätzung des DVL bezüglich der Detailregelungen, Pläne und Finanzierungen zur Umsetzung der hochgesteckten Ziele noch Mängel und Lücken, die für die Vermehrung und Verbesserung der Lebensräume für unsere Wildinsekten behoben werden müssen:

  1. Gewässerrandstreifen:
    Die im Schnellschuss festgelegte erste Kulisse der kleinen Gewässer löste große Verunsicherungen und Proteste bei den betroffenen Landwirten aus. Notwendig sind klare Definitionen. Im Einzelfall sind Vor-Ort-Begehungen mit ausführlicher Beratung für die verunsicherten Landwirte unbedingt erforderlich.
  2. Ziele:
    Die Ziele 30 % Biolandbau bis 2030 und 15 % Biotopverbund der Offenlandfläche sind sehr vage und müssen präzisiert werden. Vor allem müssen Programme und Anreize geschaffen werden, wie die Ziele zu erreichen sind. Die „vielfältige Fruchtfolge“ als eine der beliebtesten KULAP-Maßnahmen für Biolandwirte zu streichen ist kontraproduktiv.
  3. Blühflächen und Blühstreifen:
    Durch die hohe Förderung und weitreichende Bewerbung von Blühflächen und Blühstreifen in Fach- und allgemeinen Medien werden diese auf sehr großer Fläche in Bayern angesät und es wird den Landwirten und der Öffentlichkeit vermittelt, dass damit ein sehr großer Beitrag zur Biodiversität in der Landwirtschaft geleistet wird. Leider locken die meisten Blühflächen und -streifen nachgewiesenermaßen vorwiegend Honigbienen und einige wenige Wildbienen und andere häufige Wildinsekten an. Für die Anzahl an Insekten in der Agrarlandschaft ist damit zwar ein Beitrag geleistet, für die Artenvielfalt sind die Blühflächen ohne in der Nähe liegende Lebensraumstrukturen für Insekten wie Totholz, Offenboden oder Höhlen, weitgehend wirkungslos. Nach neueren Studien können in der Umgebung von insektizidbehandelten Kulturen gelegene schmale Blühstreifen sogar als ökologische Fallen dienen und die angelockten Insekten durch Rand- und Verdriftungseffekte schädigen. Hier sind unbedingt wirksamere Maßnahmen und eine bessere Beratung und Information aller Beteiligter und der Öffentlichkeit notwendig.
  4. Geschützte Biotope:
    Es bedarf fachgerechterer Definitionen der neuen geschützten Biotope Streuobstwiesen und artenreiches Grünland. Bisherige Definitionen waren bei Grünland lückenhaft oder sind bei Streuobstwiesen fachlich so anspruchsvoll angesetzt, dass kaum eine Obstwiese die Kriterien erfüllt. Zudem haben Falschinformationen auch hier zu großer Verunsicherung bei den Obstbauern geführt und zu den bekannten Protestaktionen in der fränkischen Schweiz.
  5. Regionales Saatgut:
    Die Verfügbarkeit von regionalem Saatgut muss dringend verbessert werden. Derzeit ist für mehrere bayerische Großräume (Voralpenland, Fränkisches Hügelland, Fränkische Alb, ostbayerische Mittelgebirge) kein oder nicht ausreichend Regiosaatgut verfügbar. Da in den zehn Jahren Übergangszeit nicht wie erwartet, der Markt zu ausreichender Produktion von Regiosaatgut geführt hat, sollten Förderungen für Saatgutproduzenten ins Leben gerufen werden. Zudem muss dringend ein bayernweites Spenderflächenkataster von typischen Biotopen erstellt werden, um ausreichend und nachhaltig Ausgangssaatgut für die Produktion sicherzustellen.
  6. Forschungsbedarf:
    Zu den Ursachen des Insektensterbens und den Erfolgen der verschiedenen Maßnahmen sind weitere Forschungen nötig.

Finanzierung

Neben den erfreulich erhöhten Fördermitteln im VNP und in der LNPR sind weitere größere Finanzmittel notwendig, um Programme zur Beratung und Umsetzung insektenfördernder Maßnahmen in Offenland, Wald, Gewässern und in Siedlungen umzusetzen.

Sowohl von den Initiatoren als auch vom DVL wird eine zügige und effiziente Umsetzung durch eine solide Finanzierung von Programmen und Projekten gefordert.

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Von links: VR-Bank Gebäudemanagement Thomas Eiblmeier, VR-Bank Vorstandsmitglied Dir. Christian Forstner, Jessica Strasser vom LPV Rottal-Inn und VR-Bank Prokurist Reiner Schachtner bei der Schildübergabe.

17.07.2020 LPV Rottal-Inn: Ein Insektenparadies für die VR-Bank Rottal-Inn eG in Pfarrkirchen

Die VR-Bank Rottal-Inn eG in Pfarrkirchen verwandelt ihre Wiese in einen idealen Lebensraum für Insekten. Der Landschaftspflegeverband Rottal-Inn organisiert Gewinnung und Aussaat von regionalen Wildpflanzen.

Die VR-Bank in Pfarrkirchen hat im Juni beschlossen, auf ihrer 3000 m2 Wiese beste Bedingungen für Wildblumen und Insekten aus der Region zu schaffen. Dafür besuchte Jessica Strasser vom LPV die Fläche, um die VR-Bank zu beraten, wie die Umwandlung funktionieren kann. Sie freute sich, dass einige für den Landkreis typische Arten bereits auf der Wiese wachsen: „Margerite, Schafgarbe, Habichtskraut und Hornklee sind schon zu finden. Wir wollen nun die Vielfalt an Arten und Farben vergrößern, indem wir ein wenig nachhelfen.“ Dazu sät der LPV an offenen Stellen gezielt Wildblumensamen aus. Für das Mähen hat die VR-Bank einen Landwirt engagiert, der das Heu zusätzlich verwerten kann. Er spart beim Mähen im Wechsel kleine Bereiche aus, in denen Insekten weiterhin Nahrung finden können.

Dafür bittet Jessica Strasser um Verständnis: „Eine ungemähte Wiese kann schon mal etwas unordentlich aussehen. Sie ist aber wichtig für unsere Insekten!“ Auch weist sie darauf hin, dass handelsüblichen Samenmischungen für sogenannte „Blühflächen“ oder „Bienenweiden“ oft keine oder nur wenige heimische Pflanzenarten enthalten. „Damit locken sie eher Honigbienen und andere häufige Insekten an. Bedrohte Insekten unserer Heimat brauchen hingegen nicht nur bunte Blumen, sondern vielfältige Lebensräume mit Wildpflanzen aus der Region.“

Wer dem guten Vorbild der VR-Bank folgen möchte, kann auf die Beratung des LPV zählen. Allerdings ist das Projekt zeitlich bis April 2020 beschränkt – das Angebot sollte also bald genutzt werden, bevor es zu spät ist. Als Grund dafür streicht Jessica Strasser heraus: „Jede neu geschaffene oder insektenschonend geführte Fläche leistet einen kleinen Beitrag gegen den Artenschwund“.

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  • Das Saatgut von Bürsten-Erntemaschinen besteht aus 50% Samen und 50% Spreu. Foto: M. Sommer
  • Durch das Fräsen wird der Boden aufgearbeitet. Foto: W. Willner
  • Die Walze drückt den aufgelockerten Boden an. Foto: W. Willner
  • Handansaat braucht Fingerspitzengefühl Foto: W.Willner

01.07.2020 5 Schritte zur Ansaat mit Saatgut von Bürsten-Erntemaschinen

Das geerntete Saatgut einer Bürsten-Erntemaschine enthält nach mehrfachem Durchsieben in etwa 50 % Samen und 50 % Spreu (Blätter, Stängel u.ä.). Diese Mischung kann nur schwierig oder überhaupt nicht durch Drillmaschinen gesät werden. Daher ist in aller Regel eine Handaussaat notwendig. Wir beschreiben die fünf Schritte, damit die Ansaat gelingt.

Vor der Aussaat muss der Boden der vorgesehenen Fläche gründlich vorbereitet werden, damit nicht zu viele ungewollte Unkräuter den Aufwuchs behindern. Die maschinelle Vorbereitung kann je nach vorherigem Aufwuchs und Unkrautdruck mehrere Schritte umfassen:

  1. Schritt: Fräsen: Die obere Bodenschicht wird durchmischt und die Vegetation zerstört, um das Nachwachsen zu verhindern. Kann auch wiederholt werden. Alternativ, je nach Boden und Aufwuchs, können auch Grubber eingesetzt werden.
  2. Schritt (falls nötig): Eggen des Bodens mit einer Kreiselegge bei starkem Auflaufen von Ruderalvegetation („Unkraut“)
  3. Schritt: Walzen: Der durch Fräsen und/oder eggen aufgelockerte Boden muss durch eine Walze festgedrückt werden
  4. Schritt: Säen: Handsaat erfordert große Erfahrung und Fingerspritzengefühl. Die empfohlene Menge ist ca. 40-60 kg pro Hektar. Wichtig: Nicht bei stärkerem Wind säen, da die Saatgutmischung, spezielle nach vorheriger Trocknung sehr leicht ist. Günstig ist, bei feuchtem Wetter zu säen oder wenn auf die Saat folgend Regen (kein Starkregen!) erwartet wird.
  5. Schritt: Anwalzen: wichtig ist, dass das Saatgut nicht in den Boden gelangt, also mit Erde bedeckt wird, sondern nur mit der Walze leicht angewalzt wird, damit es nicht verblasen wird.

26.06.2020 Gemeinsam für die Artenvielfalt

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz hat im Rahmen des Blühpakt Bayerns eine Eine Handreichung zur insektenfreundlichen, Gestaltung von privaten, gewerblichen und öffentlichen Flächen herausgebracht.

Auf 60 Seiten werden übersichtliche und praxisnahe Tipps und Hinweise für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Städte und Kommunen gegeben, um Lebensräume für Insekten zu schaffen.  Ab Seite 49 wird auch die Initiative NATÜRLICH BAYERN und die Projekte der Landschaftspflegeverbände vorgestellt.

  • Foto: LPV Rottal-Inn
  • Echtes Labkraut, Foto: LPV Rottal-Inn
  • Natternkopf, Foto: LPV Rottal-Inn
  • Schafgarbe, Foto: LPV Rottal-Inn

15.06.2020 Rottal-Inn: Ein Jahr nach der Einsaat ...

... ist auf der Fläche von Landwirt Wimmer eine blütenreiche Wiese entstanden. Der Landschaftspflegeverband Rottal-Inn säte vor einem Jahr eine regionale Wildblumenmischung an. Nun ist die Saat aufgegangen und hat ein sehr erfreuliches und augenfälliges Ergebnis gebracht. Auf der Fläche blühen unter anderem das Echte Labkraut, der Natternkopf und die Schafgarbe.

  • Gemeinde Feldkirchen, Foto: LPV Straubing-Bogen
  • Gemeinde Haibach, Foto: LPV Straubing-Bogen
  • Gemeinde Rain, Foto: LPV Straubing-Bogen

11.06.2020 Straubing-Bogen: Ansaat in drei Gemeinden

Der Landschaftspflegeverband Straubing-Bogen konnte die drei Landkreis-Gemeinden Feldkirchen, Rain und Haibach für die Aufwertung von gemeindeeigenen Flächen gewinnen. Auf Gemeinde- und Landkreis-Flächen wurden gebietsheimische Saatgutmischungen in Kooperation mit ortsansässigen Landwirten eingesät. Die Einsaat fand unter den interessierten Augen der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister statt.

Foto: Lex

10.06.2020 Ansaat mit Bürgerprojekt in Freising

Gemeinsam mit Engagierten eines Nachbarschaftsprojekts wertete der Landschaftspflegeverband Freising eine Fläche von 4000 Quadratmetern auf.

20 engagierte Personen der Nachbarschaft beteiligten sich tatkräftig und säten das vom Landschaftspflegeverband organisierte regionale Saatgut aus. Auslöser der Initiative war das Volksbegehren "Rettet die Bienen". Auf Nachfrage der Nachbarn stellte die Heilig-Geist-Spital-Stiftung und eine private Eigentümerin Flächen zur Verfügung. Die bisher recht artenarmen Flächen können sich nun unter den Augen der Bewohner und Bewohnerinnen zu einem blütenreichen Insektenparadies entwickeln.

Die Fläche wird zukünftig von den Anwohnern gepflegt und bildet die Basis Veranstaltungen, um Informationen und Wissen rund um Naturschutz und Ökologie zu vermitteln: Müllsammelaktionen, Pflanzen- und Insektenbestimmung, Tipps für den insektengerechten Hausgarten, sowie Auch ein temporärer Weidebetrieb mit Schafen, Eseln oder Pferden stehen auf der Ideenliste.

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  • Foto: LPV Straubing-Bogen
  • Foto: LPV Straubing-Bogen

04.06.2020 Kreisverkehr am Friedrichshainsee in Straubing-Bogen ist insektenfreundlich!

Vor genau einem Jahr startete der Landschaftspflegeverband Straubing-Bogen mit der Neugestaltung des Kreisverkehrs. Nach Startschwierigkeiten aufgrund der großen Trockenheit im letzten Jahr blüht der Kreisverkehr am Friedenhainsee nun auf. Salbei, Mageriten, Spitzwegerich und Schafgabe zeigen was sie können und werden schon von vielen Insekten besucht.

  • Foto: LPV Biosphärenregion Berchtesgadener Land
  • LPV Biosphärenregion Berchtesgadener Land
  • LPV Biosphärenregion Berchtesgadener Land

20.05.2020 Berchtesgadener Land: Intensiv genutzte Wiese aufgewertet

Die erste große Projektfläche des Landschaftspflegeverbands Biosphärenregion Berchtesgadener Land konnte in Freilassing am internationalen Tag der Biene am Oedhof umgesetzt werden. In Absprache mit der Eigentümerfamilie und dem Pächter wertete der Landschaftspflegeverband eine Mähwiese auf. Seit drei Jahren wurde die intensiv genutzte Wiese nicht mehr gedüngt. Jetzt wird durch eine Streifenansaat mit regionalem Saatgut die Artenvielfalt erhöht und die Schnittzeitpunkte und -häufigkeit angepasst. Die landwirtschaftliche Nutzung der Wiese bleibt durch den hohen Anteil an Gräsern von 70% weiterhin gegeben.

  • Foto: LPV Stadt Augsburg
  • Foto: LPV Stadt Augsburg
  • Foto: LPV Stadt Augsburg

08.04.2020 In Augsburg entstehen neue Flächen für die Insektenvielfalt

Der Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg hat einen Fläche für die Ansaat mit gebietsheimischen Saatgut vorbereitet. Dafür wird mit einer Ackerfräse die Grasnarbe aufgekratzt und so das Keimbett für Arten wie die Margerite, Wiesensalbei, Natternkopf, Königskerze, Flockenblumen und vielen anderen heimischen Arten herzustellen.

Das Ganze geschieht in im Augsburger Projekt InsektenVielfaltAugsburg. Ziel des Projektes ist es, heimischen Insektenarten im Stadtgebiet Augsburg mehr Lebensraum zu schaffen. Die bearbeiteten Flächen wurden von der AVA Abfallverwertung Augsburg, der Stadt Augsburg (vor dem Verlagsgebäude der Augsburger Allgemeine), der LEW Lechwerke und der Universitätsklinik Augsburg mit ins Projekt eingebracht. Weitere Maßnahmen und Flächen folgen!

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01.04.2020 Start von 10 NATÜRLICH BAYERN-Projekten in weiteren 100 Kommunen

In den Landkreisen und Städten Aschaffenburg, Amberg-Sulzbach, Bamberg, Berchtesgadener Land, Dillingen, Ebersberg, Main-Spessart, Miesbach, Dingolfing-Landau und Rosenheim starten die Landschaftspflegeverbände ab sofort mit Beratung und insektenfreundlichen Maßnahmen bei der Grünlandpflege und der Anlage von blütenreichen Flächen.

YouTube: STMUV

18.09.2019 Mehr Artenreiche fürs Unterallgäu - Besuch von Minister Glauber

Der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber ist zu Besuch in Ottobeuren. Stellvertretend für eine Vielzahl von Acker- und Wiesenflächen bringt der LPV Unterallgäu gemeinsam mit dem Minister Glauber und dem DVL im Kurpark Ottobeuren gebietsheimisches Saatgut aus.

Die Initiative NATÜRLICH BAYERN steht auch im Unterallgäu mit dem Projekt „Arten-Reiche“ für die Umsetzung innovativer Ideen, die Vermittlung von Knowhow durch die Landschaftspflegeverbände sowie die gute Zusammenarbeit mit Verwaltung, Landwirtschaft und Kommunen. Das Saatgut für die Flächenaufwertung hatten Landwirte der Region zuvor mit dem „Wiesefix“ gewonnen, einem insektenschonenden Erntegerät, das der LPV Unterallgäu gemeinsam mit einem Landwirt entwickelt hat.

Der Schutz der heimischen Insekten steht bei NATÜRLICH BAYERN im Fokus. In allen Teilen des Freistaats vermehren und verbessern Landschaftspflegeverbände Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und viele andere nützliche Insekten. Dabei wird ausschließlich in der Region geerntetes Saatgut von artenreichen Flächen zur Ansaat verwendet. Gleichzeitig sorgen die LPV mit professionellen Schulungen und praxisnahen Beratungen der Kommunen dafür, dass die Flächen über den Projektzeitraum hinaus nachhaltig und insektenfördernd bewirtschaftet werden können.

Foto: Linus Fritzsche

28.06.2019 Maihingen sät DONAURIESig

Mit dem Projekt "DONAURIESig säen - Mit heimischem Saatgut Artenvielfalt erhalten" setzt sich der Landschaftspflegeverband Donau-Ries e.V. für mehr Insektenvielfalt auf kommunalen Flächen ein.

Die Gemeinde Maihingen beteiligt sich am Projekt "DONAURIESig säen - Mit heimischem Saatgut Artenvielfalt erhalten". In den nächsten zwei Jahren sollen in Maihingen mit Unterstützung von ortsansässigen Landwirten neue blühende Flächen angelegt werden. Das Besondere: Der LPV Donau-Ries verwendet hierfür überwiegend selbst gewonnenes Saatgut aus dem Landkreis. Auf dem Bild zu sehen ist der eBeetle, ein spezielles Samensammelgerät, mit welchem diese Woche Saatgut aus einer artenreichen Wiese bei Maihingen gewonnen wurde.

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Foto: Landratsamt Straubing-Bogen

20.06.2019 Kreisverkehr am Friedenhainsee wird insektenfreundlich

Der Landschaftspflegeverband Straubing-Bogen hat den Verkehrskreisel beim Parkstettener Naherholungsgebiet Friedenhainsee neu gestalten lassen.

Im Rahmen der Initiative NATÜRLICH BAYERN hat der LPV Straubing-Bogen in Kooperation mit der Tiefbauverwaltung, dem Bauhof und den Kreisfachberatern den Kreisverkehr am Friedenhainsee unter naturschutzfachlichen Gesichtspunkten (Artenreichtum, Blühaspekt, Insektenweide) aufgewertet. Kreisfachberater Harald Götz und Julia Schnurrer vom Landschaftspflegeverband kümmerten sich um die entsprechend passende Saat, der Bauhof führte die Arbeiten auf dem rund 500 Quadratmeter großen Areal durch. Landrat Josef Laumer betonte: „Der Landschaftspflegeverband ist sehr aktiv und zeigt auch mit dieser Maßnahme wieder sein großes Engagement.“ In einigen Wochen soll ein echtes Paradies für Bienen und Insekten entstehen.

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17.06.2019 100 kunterbunte Kilometer am Hesselberg

Zehn Gemeinden im Hesselbergraum stellen im Rahmen vom "100 kunterbunten Kilometern" öffentliche Flächen als "Insektenweiden" zur Verfügung. Der LPV Mittelfranken wandelt die ersten Flächen in den Gemeinden zu insektenreichen Lebensräumen um.

Ziel ist es, in den zehn Gemeinden 60 Hektar an kleinteiligen öfftenlichen Grünflächen zusammenzubekommen, auf denen Kräuter- und Pflanzenarten mit entsprechendem Blühpotenzial ausgesät werden. Zum Wohl der Insekten sollte auf regelmäßiges Mähen der Flächen verzichtet werden. So können sich diese besser entfalten.

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03.05.2019 Erstes Einzelprojekt startet in Augsburg

Im Rahmen des Einzelprojektes "Insekten.Vielfalt.Augsburg" führt der LPV Stadt Augsburg in den kommenden zwei Jahren auf innerstädtischen Grünflächen verstärkt insektenfördernde Maßnahmen durch.

Zum Auftakt des Projektes beginnt der LPV Stadt Augsburg auf der sogenannten Physikwiese auf dem Gelände der Universität Augsburg mit der Einsaat einer Wiesenmischung, die von artenreichen Wiesen im Naturschutzgebiet "Stadtwald Augsburg" gewonnen wurde. Außerdem werden Wohnzimmer und Kinderstuben für Insekten angelegt.

Das Einzelprojekt ist eines von zehn Projekten der Initiative NATÜRLICH BAYERN, die im Mai mit einer zweijährigen Laufzeit starten.

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