Deutscher Verband für Landschaftspflege
Händische Ansaat in Alzenau. Foto: LPV Aschaffenburg.

13.07.2021 Aschaffenburg: Ansaat für artenreiche Flächen

Im Rahmen des Einzelprojektes "Wir lassen (Streuobst-) Wiesen wieder aufblühen" des LPV Aschaffenburg werden artenarme Flächen im gesamten Landkreis Aschaffenburg mit gebietseigenem Saatgut angesät, sodass zukünftig blütenreiche Streuobstwiesen und andere artenreiche Wiesentypen entstehen.

Im Juni wurden artenreiche Blühwiesen in Großwelzheim und in Alzenau beerntet. Das Saatgut wurde anschließend gesiebt und getrocknet, damit es bis zur Aussaat gelagert werden kann. Das ausgesiebte grobe Pflanzenmaterial wurde direkt zwei Tage später auf zwei Flächen in Alzenau und Glattbach ausgebracht.Der Zeitpunkt zur Aussaat ist zwar nicht optimal, aber somit konnte das grobe Pflanzenmaterial ebenfalls für die Ansaat verwendet werden.

Die bereits im Jahr 2020 angesäten Flächen erhalten diesen Sommer einen Schnitt, der die Pflanzenvielfalt und die wünschenswerten Arten begünstigen soll.

 

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  • Am Radweg: Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs, Bauhofleiter Klemens Elb, Christine Hilker vom LPV Bamberg und 3. Bürgermeisterin Ina Greß zeigen die neue Informationstafel. Foto: LPV Bamberg
  • Die Ansaat am Radweg in der Gemeinde Memmelsdorf blüht auf. Foto: LPV Bamberg
  • Die Fläche am Radweg kurz nach der Ansaat. Foto: LPV Bamberg
  • Ein blühender Lebensraum für Insekten wurde am Friedhof geschaffen. Foto: LPV Bamberg
  • Die Fläche am Friedhof nach der Ansaat. Foto: LPV Bamberg

06.07.2021 Bamberg: Von der Ansaat zur Blüte

Die angesäten Flächen in der Gemeinde Memmelsdorf im Landkreis Bamberg blühen auf. Das Team des Memmelsdorfer Bauhofs um Bauhofleiter Klemens Elb und Bauamtsleiter Stephan Walz schafften mit Anleitung des LPV Bamberg innerhalb kurzer Zeit ein Wohlfühlparadies für Insekten.

Im vergangenen Jahr pflanzten sie Obstbäume, säten eine Wiesenblumenfläche an, welche dieses Jahr für eine reich gedeckte Blüten-Tafel sorgt. Sie platzierten Totholz, sowie Sand- und Steinhaufen für Brut- und Überwinterungsquartiere. Und an die Menschen wurde auch gedacht: Eine aus einem Baumstamm gesägte Bank lädt zum Verweilen und Beobachten ein. Informationstafeln sollen die Spaziergänger auf den besonderen Lebensraum aufmerksam machen.

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Peter Riegg stellt das Einzelprojekt des LPV Eichstätt auf einer Streuobstwiese vor. Foto: LPV Eichstätt

29.06.2021 Eichstätt: Bienenweide Streuobstwiese

Im Einzelprojekt "Bienenweide Streuobstwiese - ein vielfältiger Lebensraum blüht auf" des LPV Eichstätt steht das Thema Streuobstwiese und Insektenschutz im Vordergrund. Dazu wurden zunächst zwei Streuobstwiesen im Außenbereich der Gemeinde Böhmfeld ausgewählt.

"Unsere Wahl fiel auf die Böhmfelder Flächen, weil wir hier eine Mischung aus jungem und älterem Baumbestand vorfinden. Das eröffnet uns die Möglichkeit, verschiedene Pflegemaßnahmen auszuprobieren", erklärte Peter Riegg vom LPV Eichstätt. Eine der beiden Streuobstwiesen liegt nördlich von Böhmfeld und wird seit Jahren von Biobauer Xaver Ernst mit seinen schottischen Hochlandrindern beweidet. Das Grünland auf der 1700 Quadratmeter großen Fläche dient den Tieren das ganze Jahr über als alleinige Nahrungsquelle. Die großkronigen Nuss-, Birn- und Apfelbäume erfüllen nicht nur den Zweck der Obsterzeugung, sondern spenden den Highlands im Sommer dringend benötigte Schattenplätze und bieten Insekten sowie Vögeln einen optimalen Lebensraum.

Neben der insektenschonenden Pflege und Aufwertung von bestehenden Flächen ist auch die Neuanlage von insekenfreundlichen Flächen geplant. Durch Beratungen und Schulungen für gemeindliche Bauhofmitarbeiter können neu geschaffene und aufgewertete Lebensräume über den Projektzeitraum hinaus nachhaltig und insektenfördernd bewirtschaftet werden. Der LPV Eichstätt hat sich zum Ziel gesetzt, Insekten ihre Lebensräume zurückzugeben und damit einen Beitrag zur regionalen Biodiversität zu leisten.

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Projektmanagerin Julia Greulich kümmert sich um das Projekt "Heimische Blütenpracht - unsere Kommune macht's" des LPV Lindau-Westallgäu. Foto: LPV Lindau-Westallgäu

25.06.2021 Lindau: Heimische Blütenpracht

Der Landschaftspflegeverband Lindau-Westallgäu e.V. unterstützt mit dem Einzelprojekt "Heimische Blütenpracht - unsere Kommune macht's" die insektenfreundliche Aufwertung kommunaler Flächen im Landkreis Lindau.

Durch angepasste Pflegemaßnahmen und die Förderung ausschließlich gebietsheimischer Pflanzen sollen in den nächsten zwei Jahren auf kommunalen Flächen artenreiche Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und andere nützliche Insekten geschaffen werden. Projektmanagerin Julia Greulich ist beim LPV Lindau-Westallgäu für das Projekt zuständig.

Dabei geht es vor allem um Wirksamkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit: wichtiges Ziel ist die insektenfreundliche Aufwertung kommunaler Flächen durch angepasstes Pflegemanagement. Die Ausbringung von gebietseigenem, vornehmlich selbstgeerntetem Saatgut, das Insekten wirklich hilft, soll das Vorhaben auf Flächen mit wenig Entwicklungspotential ergänzen. Zu einer vielfaltsfördernden Pflege dieser neuen Lebensräume bietet der LPV im Projektzeitraum individuelle Beratungstermine für Kommunen an. 

 

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  • Auszeichnung der „NATÜRLICH BAYERN - Insektenfreundlichen Kommunen“ in Beerhof: Bayerns Staatsminister Thorsten Glauber (4. von links) und DVL-Projektmanager Dr. Martin Sommer (ganz rechts) übergaben die "Florfliege". Foto: Peter Roggenthin
  • "NATÜRLICH BAYERN - Insektenfreundliche Kommune“ Speichersdorf: Bauhofmitarbeiter Andreas Bayer bringt heimisches Saatgut für neue insektenreiche Lebensräume in der Gemeinde Speichersdorf aus. Foto: P. Roggenthin

18.06.2021 „NATÜRLICH BAYERN – Insektenfreundliche Kommunen“ ausgezeichnet

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege zeichnet gemeinsam mit Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber fünf Kommunen im Landkreis Bayreuth für besonders insektenförderndes Engagement aus.

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege verleiht die „Florfliege“ für insektenfreundliche Kommunen im Rahmen seiner landesweiten Initiative NATÜRLICH BAYERN. Die Städte Hollfeld, Bad Berneck und Goldkronach sowie die Gemeinden Speichersdorf und Warmensteinach im Landkreis Bayreuth erhalten die Auszeichnung als „Insektenfreundliche Kommune“.  Bayerns Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Thorsten Glauber und DVL-Projektmanager Dr. Martin Sommer überreichen die Auszeichnungen.

Die Auszeichnung der fünf Kommunen im Landkreis Bayreuth ist der Startschuss der Würdigung des insektenfreundlichen Engagements von Städten und Gemeinden im Rahmen von NATÜRLICH BAYERN. Mit der „Florfliege“ werden in den nächsten zwei Jahren weitere engagierte Kommunen in den Projektgebieten der bayerischen Landschaftspflegeverbände gewürdigt.

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15.06.2021 NATÜRLICH BAYERN: 10 Tipps zur Grünlandmahd

Verschiedene Techniken bei der normalen Grünlandbewirtschaftung können zur Insektenvielfalt beitragen. Besonders bei der Pflege von Schutzgebieten gilt es, die nützlichen Insekten zu schonen.

  • Mahdtechnik: Nachweislich amtierschonendsten hat sich die Mahd mit Messerbalken (Fingerbalken-oder Doppelmessertechnik) herausgestellt. Die horizontal liegenden Schneidwerke und einer geringen Mähgeschwindigkeit ohne Schürzen und Ansaugwirkung schädigen Tiere im Gegensatz zu rotierenden Mähern kaum. Zudem können sie leichter flüchten. Das Mahdgut wird immer locker breitwürfig abgelegt, trocknet besser und die Tiere können leichter aus dem Mähgut flüchten.
  • Mahdhöhe: Eine Mahdhöhe von mindestens 10 cm schont Bodeninsekten und auch Amphibien und andere Kleintiere. Auch das Mähwerk wird geschont.
  • Mahdgeschwindigkeit: Sie sollte so gering wie möglich sein, damit Insekten besser flüchten können. Mit Kreiselmähern sollte die Fahrgeschwindigkeit um ca. 5 km/h reduziert werden.
  • Abschnittsweise: Falls im Betriebsablauf möglich, sollten v. a. große Flächen nicht in einem Gang gemäht werden, sondern abschnittsweise um wenige Wochen versetzt. Wenn möglich, sollten auch Altgrasstreifen von 5 – 15 % bis zur nächsten Mahd stehengelassen werden, also nach der letzten Mahd auch über Winter als Rückzugsräume.
  • Jahreszeitliche Mahd: Je nach Region und Grünlandtyp ist eine insektenschonende Mahd zu unterschiedlichen Zeitpunkten angezeigt. Mahd zu bestimmten Zeiten sorgt für einen Schwund bestimmter Insektenarten, die zur dieser Zeit in den Biotopen leben. Hier sind Kompromisse zwischen Ertrag und Artenschutz notwendig. Zu günstigen Schnittzeitpunkten der Flächen kann man die Expertise erfahrener Landschaftspflegeexperten einholen.
  • Tageszeitliche Mahd: Diese Hinweise gelten nur für Kreiselmäher. Am schonendsten für Wildinsekten ist die Mahd bei Sonnenschein in der Mittags- und Nachmittagszeit, also wenn die Insekten besonders mobil sind und gut flüchten können. Ideal ist im Früh- und Spätsommer in den zentralen Mittagsstunden bei sonnigem Wetter gut zu mähen, während des Hochsommers bei sonnigem Wetter vom späten Vormittag bis frühen Nachmittag.
  • Mähhäufigkeit: Aus Sicht des Insektenschutzes wie auch der Pflanzenartenvielfalt gilt der Grundsatz, dass nicht mehr als zweimal gemäht werden soll. Als Mähzeitpunkte gelten hier für wüchsige artenreiche Wiesen Anfang Juni und August/September als Richtschnur. Um auf konventionellen Wirtschaftsgrünland die Insekten zu fördern, sollte die Düngung nach Möglichkeit reduziert werden und falls vorhanden mit Festmist gedüngt werden. Die Mahdhäufigkeit sollte auch hier dreimal nicht überschreiten.
  • Mährichtung: Für eine insektenschonende Mahd sollten größere Flächen von der Mitte aus nach außen gemäht werden.
  • Aufbereiter: Aufbereiter zerquetschen einen Großteil der Insekten, die das Mulchen überlebt haben.
  • Zetten und Schwaden: Zetten und Schwaden werden insektenschonend(er), wenn möglichst nur einmal, höchstens zweimal gezettet wird, bei reduzierter Fahrgeschwindigkeit und möglichst niedriger Drehzahl. Der Zeitverlust sollte sich in Grenzen halten. Zetten und Schwaden erzeugt ein sehr hohes Risiko für Insekten, vor allem wenn mehrfach gezettet wird.
  • Bei den Dreharbeiten: Willi Weitzel im Gespräch mit Wildbienenexperte Klaus Weber. Foto: DVL
  • Bei den Dreharbeiten: Willi Weitzel trifft DVL-Projektmanager Martin Sommer. Foto: DVL
  • So geht insektenfreundliches Mähen mit dem Balkenmäher. Ein Bauhofmitarbeiter weist Willi ein. Foto: DVL
  • Das NATÜRLICH BAYERN Filmmobil: der Elektrofrosch. Foto: Eulefilm
  • Ein sauberer und tierschonender Wiesenschnitt mit dem Doppelmessermähwerk wird von Willi begutachtet. Foto: DVL

01.06.2021 NATÜRLICH BAYERN - Dreharbeiten mit Willi Weitzel

Die Dreharbeiten für die Filmserie des Projekts "NATÜRLICH BAYERN - insektenreiche Lebensräume" haben begonnen. Der DVL rückt gemeinsam mit den LPV die Insektenvielfalt und ihre Lebensräume in den Mittelpunkt einer Filmserie. Der Reporter und Moderator Willi Weitzel nimmt die Zuschauer mit in die Welt der Insekten, bunten Wiesen und der Landschaftspflege.

In den ersten drei Teilen der Filmserie erkundigt sich Willi Weitzel über die Insektenvielfalt und deren Gefährdung, erfährt, welche Lebensräume für sie wichtig sind und wie man sie pflegt und anlegt. In Bamberg trifft er den Wildbienenexperten Klaus Weber vom Landschaftspflegeverband Bamberg. In Dingolfing-Landau lässt er sich von Jessica Rossow vom dortigen Landschaftspflegeverband zeigen, worauf es bei der Pflege einer artenreichen Wiese als Lebensraum für Insekten ankommt und geht den Bauhofmitarbeitern beim Mähen zur Hand. In Rottal-Inn zeigt ihm Martin Biber, Bürgermeister von Eggenfelden, gemeinsam mit Katharina Ries vom Landschaftspflegeverband, was Kommunen für insektenreiche Lebensräume tun können.

Raps ist bei Honigbienen beliebt. Foto: Albin Andersson

26.05.2021 Wildbienen für die Obstblüte

Rapsfelder ziehen Honigbienen magisch an. Sind die Felder direkt neben Apfelanlagen, fliegen die Insekten eher zu den gelben Blüten als zu den nahegelegenen Obstbäumen. Das zeigt eine neue Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ). Dass die Apfelernte bei den untersuchten Apfelanlagen trotzdem stabil blieb, lag an Hummeln und anderen Wildbienen, die die Bestäubungslücke füllten. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "Agriculture, Ecosystem and Environment" veröffentlicht.

"Wir haben aber nicht nur die Bienen gezählt, sondern auch die Bestäubungsleistung gemessen", erläutert Osterman. Ein Teil der Blüten wurde mit einem Netz überzogen, sodass diese nicht von Honig- oder Wildbienen besucht werden konnten, um zu vergleichen, was passiert, wenn die Bienen als natürlicher Bestäuber fehlen. "Klar ist, dass sich ohne die Bestäubung von Insekten kaum Äpfel bilden", sagt Osterman. Obwohl es weniger Honigbienen bei den von Raps umgebenen Anlagen gab, bildeten sich im Vergleich zu den Anlagen ohne nahen Raps gleich viele Äpfel. Das erhöhte Vorkommen von Wildbienen könnte den Verlust der Honigbienen ausgeglichen haben, so Osterman.

Aus ihren Ergebnissen folgern die Forschenden, dass es für Apfelbauern sinnvoll sein könnte, speziell die Ansiedlung von Wildbienen zu fördern. "Kommerziell gehaltene Honigbienen spielen bei der Bestäubung von Apfelbäumen natürlich weiterhin eine große Rolle. Hummeln und andere Wildbienen könnten aber lukrativer sein, da sie ähnlich effektive Bestäuber sind und weniger von anderen Nahrungsangeboten abgelenkt werden", betont Julia Osterman. Mögliche Maßnahmen für den Wildbienenschutz reichen vom Anlegen von Blühstreifen bis hin zu Nisthilfen. Einige Arten nisten unterirdisch und benötigen offene Bodenstellen. Andere besiedeln alte Scheunenmauern und Steilwände in der Umgebung. "Wildbienen benötigen auch nach der Obstblüte Nahrungsmöglichkeiten. Das sollte beim Apfelanbau berücksichtigt werden", sagt Paxton abschließend.

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Die gemischte Schaf- und Ziegenherde von Landwirt Jürgen Beil aus Meedensdorf sorgt für eine ökologische Pflege vieler Flächen in Memmelsdorf. Foto: C. Hilker

18.05.2021 Bamberg: Memmelsdorf setzt bei der Pflege auf vierbeinige „Rasenmäher“

Im Einzelprojekt "Mehr Mut zur Natur - Insekten willkommen" des LPV Bamberg geht die Gemeinde Memmelsdorf neue Wege bei der Pflege einiger Gemeindeflächen und setzt statt auf Mulchen nun auf Beweidung. Insgesamt werden 10 Hektar mit Schafen und Ziegen beweidet.

„Beweidung ist, gerade wenn die Flächen nicht so gut zugänglich, steil, feucht oder mit beginnender Verbuschung sind, die optimale Nutzung“, erklärt Christine Hilker, Projektleiterin von „Mehr Mut zur Natur – Insekten willkommen“. Extensive Beweidung trägt insgesamt viel zum Erhalt der Biodiversität in unserer Kulturlandschaft bei.

Schafe und Ziegen schaffen mit ihrem Fraß viel Struktur auf den Flächen. Es bleiben immer einzelne Bereiche und Pflanzen als kleine ökologische Minibiotope stehen. Die Abdrücke der Hufe führen außerdem zu offenen Bodenstellen, auf denen dann Pflanzensamen besonders gut keimen können. Der Dung der Tiere entfaltet eine große Anziehungskraft auf bestimmte Insekten, wie den Mistkäfer. Diese Käfer sind wiederum eine wertvolle Nahrungsquelle für Vögel oder Fledermäuse. Ein weiterer Aspekt ist der positive Einfluss auf den Biotopverbund. Im Fell und in den Hufen der Tiere werden Samen und kleine Insekten von einer Weide auf die nächste gebracht und können so ihre Verbreitungsmöglichkeit enorm steigern.

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07.05.2021 Landschaftspflegeverbände bewahren bayerische Artenvielfalt

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege und die bayerischen Land-schaftspflegeverbände (LPV) sorgen mit zehn neuen Einzelprojekten für mehr blütenreiche Lebensräume in Bayerns Kommunen. 2021 sind die LPV Aichach-Friedberg, Altötting, Eichstätt, Günzburg, Hof, Lindau, Lichtenfels, Mühldorf am Inn und Schwabach sowie die Arbeitsgemeinschaft Schwäbisches Donaumoos Projektpartner des DVL.

  • Landrat Martin Neumeyer, VöF-Geschäftsführer Klaus Amann und Familie Wimmer geben den Startschuss für die Einsaat der Streuobstwiese in Pötzmes. Foto: Veronika Stiglmaier
  • Die LandwirtInnen des Projekts "Bunte Bauernwiesen - Bunte Bauernäcker": Walter Fuchs. Foto: Vöf Kelheim
  • Die LandwirtInnen des Projekts "Bunte Bauernwiesen - Bunte Bauernäcker": Herr Obermeier. Foto: Vöf Kelheim
  • Die LandwirtInnen des Projekts "Bunte Bauernwiesen - Bunte Bauernäcker": Karl-Heinz Rapp. Foto: Vöf Kelheim
  • Die LandwirtInnen des Projekts "Bunte Bauernwiesen - Bunte Bauernäcker": Lucia Gruber. Foto: Vöf Kelheim
  • Die LandwirtInnen des Projekts "Bunte Bauernwiesen - Bunte Bauernäcker": Herr Sendtner. Foto: Vöf Kelheim

27.04.2021 Kelheim: Projektabschluss mit Einsaat einer Streuobstwiese

Das Einzelprojekt "Bunte Bauernwiesen - Bunte Bauernäcker" in Kelheim steht vor dem Abschluss. Die letzte Fläche wurde zusammen mit Landrat Martin Neumeyer angesät.

Als letzte Fläche des Projektes „Bunte Bauernwiesen – Bunte Bauernäcker“ wird in Pötzmes in der Gemeinde Attenhofen ein ehemaliger Hopfengarten in einen Insektenlebensraum umgewandelt. Die zukünftige Streuobstwiese wurde bereits im Winter mit Obstbäumen bestückt und nun mit Regio-Saatgut angesät. Landrat Martin Neumeyer gab gemeinsam mit Klaus Amann und der Familie Wimmer den Startschuss zur Ansaat und bedankte sich in diesem Zug bei allen ProjektteilnehmerInnen für die engagierte Beteiligung am NATÜRLICH BAYERN Projekt.

Eine Übersicht der Projektflächen gibt es auf https://www.voef.de/projekte/landschaftspflege/natuerlich-bayern/.

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Der LPV Unterallgäu generiert das Saatgut für die insektenfreundliche Flächenaufwertung selbst. Foto: LPV Unterallgäu

20.04.2021 Unterallgäu: Nahrungsangebot für Artenreiche

Der LPV Unterallgäu schafft durch die Ausbringung von gebietseigenem Saatgut ein breites Nahrungsangebot für Insekten im Einzelprojekt "Artenreiche fürs Unterallgäu".

An vielen Stellen im Landkreis Unterallgäu enstehen während des Projektzeitraums neue Lebensraumelemente für Wildinsekten. Dabei handelt es sich um Steuobstwiesen, naturnahe Feldgehölze sowie Stauden- und Altgrassäume. Um diese Flächen aufzuwerten, generierte der LPV Unterallgäu auf geeigneten Spenderflächen das gebietseigene Saatgut. Die Artenzusammensetzung wird danach ausgerichtet, dass sich ein breites Nahrungsangebot an Pollen und Nektar herausbildet. Die Wildinsekten sind an die historisch gewachsene Pflanzenwelt angepasst. Deswegen werden nur gebietseigene Pflanzen gefördert. Pflanzen, wie Zierastern oder Cosmea, haben für heimischen Wildinsekten nichts zu bieten.

Die Einsaat des Saatgutes erfolgte an Flächen in Niederrieden, Boos, Reichau, Ottobeuren, Kettershausen, Pfaffenhausen, Mindelheim, Dirlewang, Unteregg, Türkheim und Markt Wald.

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Marlene Gruber, Mitarbeiterin des Wasserzweckverbands „Rottenburger Gruppe“ (links) und Veronika Stiglmaier, Mitarbeiterin LPV Kelheim (rechts). Foto: Martin Mayerhofer

09.04.2021 Kelheim: Wasserzweckverband engagiert sich für Insekten

Zusammen für die Insekten – der Wasserzweckverband „Rottenburger Gruppe“ ist Teil des Projekts „Bunte Bauernwiesen – bunte Bauernäcker“ des Landschaftspflegeverbands Kelheim.

Der Wasserzweckverband „Rottenburger Gruppe“ versorgt nicht nur 38.000 Einwohner mit Trinkwasser, sondern kümmert sich auch um die Lebensgrundlage von Insekten in Zusammenarbeit mit dem LPV Kelheim. Dazu wurde auf der Außenanlage des frisch sanierten Wasserwerks in Offenstetten eine artenreiche Wiese mit gebietseigenem Samenmaterial aus der Umgebung angesät.

Zukünftig werden die Mitarbeiter des Wasserzweckverbands die Fläche pflegen, indem sie diese mähen und das Mahdgut abfahren. Für Marlene Gruber, Mitarbeiterin des Wasserzweckverbands, ist klar, nicht nur der Trinkwasserschutz, sondern auch der Insektenschutz sind wichtige Zukunftsaufgaben.

Das Projekt des LPV Kelheim wird im Rahmen der Initiative NATÜRLICH BAYERN des Deutschen Verbands für Landschaftspflege durchgeführt.

 

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  • Die Mitarbeiter des Bauhofs mähen und rechen die Wegränder. Foto: J. Rossow/LPV
  • Weibchen der Dichtpunktierten Goldfurchenbiene (Halictus subauratus). Foto: E. Scheuchl
  • Vielfältige Straßenböschung mit schütteren Magerwiesen, Rohbodenstellen und vereinzelt Gehölzgruppen als Windschutz. Foto: J. Rossow/LPV
  • Vorsichtig wurden Laub und Altgras von der Böschung abgerecht. Foto: J. Rossow/LPV

26.03.2021 Dingolfing-Landau: Frühjahrsputz für Wildbienen

Optimaler Lebensraum für die Goldfurchenbienen - dank des Engagements der Bauhof-Mitarbeiter im Landkreis Dingolfing-Landau. Der LPV Dingolfing-Landau erfasste eine außergwöhnlich große Nestansammlung der Wildbienen an einer Kreisstraßenböschung.

Begleitend zu seinem Projekt "WiesenReiche" und im Rahmen der Biodiversitätsstrategie des Landkreises Dingolfing-Landau erfasste der Landschaftspflegeverband in 2020 die an einer Kreisstraßenböschung lebenden Wildbienenarten. Unter anderem wurde eine außergewöhnlich große Nestansammlung der Dichtpunktierten Goldfurchenbiene (Halictus subauratus) nachgewiesen. Es waren mehrere Hundert Nester.

Die überwinternden Weibchen dieser Bienenart werden im März aktiv und graben an ebenen bis schwach geneigten Bodenstellen ihre Brutröhren. Nur wenige Stellen der Kreisstraßenböschung bestehen aus dem für diese Bienen grabbaren sandig-lehmigen Bodensubstrat und weisen außerdem den notwendigen schütteren Pflanzenbewuchs auf. Um den Bienenweibchen an der Straßenböschung Flächen bereitzustellen, an denen sie ihre Nester graben können, haben Mitarbeiter des Kreisbauhofes Altgrasreste gemäht und auf Teilflächen die Grasfilz- und Moosschicht mit dem Rechen entfernt. Jetzt bietet diese Straßenböschung den Bienenweibchen mehr geeignete Bodenstellen um in der Frühlingssonne ungehindert ihre Brutröhren zu graben.

Ob eine Fläche als Wildbienen-Lebensraum attraktiv ist, wird häufig nur am Kriterium Blütenreichtum beurteilt. Ein großes Blütenangebot ist für Wildbienen zwar sehr wichtig, jedoch ist auch seine Zusammensetzung ausschlaggebend. Viele Bienenarten benötigen die Blüten spezieller Pflanzenarten. Für den optimalen Lebensraum müssen außerdem geeignete Nistmöglichkeiten und Paarungsplätze sowie ein passendes Mikroklima vorhanden sein. Für die Kreisstraßenböschung im Landkreis Dingolfing-Landau trifft dies jetzt – Dank des Engagements der Bauhof-Mitarbeiter – für die Goldfurchenbiene zu. Der Frühling kann kommen!

 

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Bauhofchef Thomas Schreiner (links) und Eggenfeldens Bürgermeister Martin Biber (Mitte) mit Jessica Strasser (rechts) vom Landschaftspflegeverband. Foto: pnp/hl

19.03.2021 Rottal-Inn: Bunte Vielfalt für Insekten

Bereits seit 2019 läuft im Landkreis Rottal-Inn das Projekt "Zwickelbleame – weil’s jeder kann" des Landschaftspflegeverbandes (LPV). Dabei enstehen insektenfreundliche Lebensräume auf landwirtschaftlichen und kommunalen Grünflächen. Auch die Stadt Eggenfelden und die Gemeinde Mitterskirchen nehmen an dem Projekt teil.

Der LPV Rottal-Inn schafft mit Kommunen und Landwirten Insektenparadiese im ganzen Landkreis. An der Lauterbachstraße in Eggenfelden, gegenüber vom Städtischen Bauhof, wurde eine entsprechende Fläche der Stadt so gestaltet, dass hier künftig heimische Pflanzen der Region wachsen. Diese werden ihrerseits Heimat für eine Vielfalt von Insekten sein. Bauhofleiter Thomas Schreiner macht klar, dass die ökologische Pflege kommunaler Flächen wichtig ist: "Wir machen das schon seit Jahren sehr oft und gern und wir haben damit sehr gute Erfahrungen."

Auch die Gemeinde Mitterskirchen ist dabei und verwandelt Flächen in einen idealen Lebensraum für Insekten. Auf den kommunalen Flächen wachsen bereits einige für den Landkreis typische Arten. Zur Unterstützung werden an offenen Stellen gezielt heimische Wildblumensamen ausgesät. Das Saatgut wird dafür aus artenreichen Wiesen im Landkreis Rottal-Inn gewonnen. Dies soll zur Erhaltung und auch zur Erweiterung der heimischen Blüten- und Insekten-Vielfalt beitragen.

 

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Foto: Herbert Kirsch, LPV Main-Spessart

12.03.2021 Main-Spessart: Frammersbach erblüht am Rande

Um Insekten mehr Lebensräume zu bieten, nimmt die Marktgemeinde Frammersbach am Projekt "Das Ziel ist am Weg –insektenreiche Wegränder" des LPV Main-Spessart teil. Im Mittelpunkt stehen insektenfreundliche Pfegemaßnahmen für Randstreifen.

"Wegränder gelten als ökologisches Verbundsystem, weil sie Flächen miteinander vernetzen", erläutert Saskia Becker vom Landschaftspflegeverband Main-Spessart. In dem Projekt "Das Ziel ist am Weg" liegt der Fokus auf der insektenfreundlichen Gestaltung und Pflege von Wegrändern. Dabei berät und schult der Landschaftspflegeverband die Kommunen mit ihren Bauhöfen zu den Pflegemaßnahmen.

Für den Bauhof der Marktgemeinde Frammersbach bedeutet die Teilnahme, bestimmte Regeln bei den Mähintervallen einzuhalten. Gepflegt werden die Randstreifen ohnehin bereits von den Mitarbeitern der Gemeinde. "Der Vorteil", so Saskia Becker, "ist, dass auf ihnen kein Nutzungsdruck lastet". Beginnen wird Frammersbach mit dem Projekt entlang des Radweges nach Hessen und Richtung Partenstein. Das Projekt des LPV Main-Spessart im Rahmen der Initiative NATÜRLICH BAYERN wird in Frammersbach bis März 2022 laufen.

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05.03.2021 Dillingen: Futterpflanzen für Insekten

"INSEKTENREICH.DILLINGEN" - dieses erschafft der Landschaftspflegeverband Donautal-Aktiv mit ausgewählten Kommunen im Landkreis Dillingen. Gemeinsam arbeiten sie an Konzepten für eine nachhaltige Pflege öffentlicher Flächen zum Wohle der Insekten.

Durch die Umsetzung des Projekts „INSEKTENREICH.DILLINGEN“ können im Landkreis Dillingen wieder mehr Insekten Nahrung und Lebensraum finden. Dazu sind vor allem vielfältige Lebensräume mit gebietsheimischen Futterpflanzen nötig. Die Arbeit endet nicht beim Anlegen oder Ansäen neuer Blühflächen, es gilt auch Bestehendes langfristig schonend zu pflegen und zu entwickeln.

Gemeinsam mit den Bauhöfen ausgewählter Kommunen werden Pflegekonzepte für öffentliche Flächen im Außenbereich erstellt und nach geeigneten Verfahren und Technik zur Pflege gesucht. Unter dem Motto „Mahd statt Mulchen“ soll gemeinsam nach Alternativen zur schonenden Pflege gemeindlicher Flächen wie z.B. Gewässerrandstreifen oder Raine gesucht werden. Bei der zukünftigen Pflege der kommunalen Flächen soll mehr auf die Insekten geachtet werden. Dazu berät der Landschaftspflegeverband die Bauhof-Mitarbeiter, wann und wie bestimmte Flächen gemäht werden müssen, um die Insekten zu schützen. Die Konzepte zur nachhaltigen Pflege sollen auch nach Projektende im Jahr 2022 Bestand haben.

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Der "Seedprofi 2.0." erntet einen Magerhang. Foto: LPV Ebersberg

26.02.2021 Ebersberg: Bunt wird's lebendiger

Artenreiche Flächen übertragen - dazu wird im Landkreis Ebersberg das Erntegerät "Seedprofi 2.0" genutzt. Der LPV Ebersberg schafft im Rahmen des Einzelprojektes "Bunt wird's lebendiger - VG Aßling kann Artenvielfalt" mehr insektenfreundliche Lebensräume an Rändern der kommunalen Straßen, Wege und Gewässer.

Diese Lebensräume entstehen in der Verwaltungsgemeinschaft Aßling. Dabei unterstützt der Landschaftspflegeverband Ebersberg die Gemeinden und entwickelt eine insektenoptimierte Bewirtschaftung, um ein kilometerlanges, blühendes Band zu schaffen. Für die Aufwertung der kommunalen Flächen werden Samen von artenreichen Spenderflächen geerntet.

Um das regionale Saatgut schonend zu gewinnen, hat der LPV Ebersberg ein besonderes Erntegerät. Den "Seedprofi 2.0" - ein motorangetriebener Wiesensamensammler. Hierbei werden Samen von teils seltenen Wiesenpflanzen und Kräutern mithilfe einer rotierenden Bürste in einen Sammelbehälter befördert. Das gewonnene Saatgut wird auf artenarmen Empfängerflächen angesät, um diese in Insektenparadiese zu verwandeln.

Bis zum Projektende im Jahr 2022 hat der LPV Ebersberg das Ziel, einen Biotopverbund für Insekten zu erschaffen.

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  • Ein Infoschild ziert die angesäte Fläche in Kahl. Foto: LPV Aschaffenburg
  • Auch in Glattbach hat der LPV eine Fläche angesät. Foto: LPV Aschaffenburg

19.02.2021 Aschaffenburg: Kahle(r) Flächen bald Insektenparadiese

Noch sehen die angesäten Flächen im Landkreis Aschaffenburg kahl aus. Um Bürgerinnen und Bürger den temporären Anblick zu erklären, wurden an gut einsichtigen Flächen Informationsschilder angebracht. So kennzeichnet auch in Kahl ein Schild die Projektfläche von "Wir lassen (Streuobst-) Wiesen wieder aufblühen" des LPV Aschaffenburg.

Nach der erfolgreichen Ernte mit der elektrischen Samenerntemaschine auf heimischen, artenreichen Spenderflächen im Sommer 2020 konnten im Herbst die ersten Ansaaten mit gebietseigenem Saatgut beginnen. In den Gemeinden Alzenau, Glattbach, Kahl, Karlstein und Wiesen wurden zuvor freigestellten Flächen angesät, mit dem Ziel, artenreiche Streuobstwiesen nachhaltig wiederherzustellen. Neben Streuobstwiesen konnten aber auch vereinzelt Sandmagerrasen, wie z.B. im Naturschutzgebiet Alzenauer Sande, angesät werden.

Im Frühjahr werden sich diese Flächen in insektenfreundliche Lebensräume verwandeln. Der LPV Aschaffenburg hat damit die Grundstruktur für ein nachhaltiges Spender- und Empfängernetz für gebietseigenes, autochtones Saatgut geschaffen.

 

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Auf dem Achtelberg (von links): Bürgermeister Thorsten Schwab, Projektmanagerin Saskia Becker und die Bauhof-Mitarbeiter Toni Weis und Volker Albert. Foto: Heinz Scheid

12.02.2021 Main-Spessart: Den Wildwuchs walten lassen

Im Rahmen des Einzelprojekts "Das Ziel ist am Weg – insektenreiche Wegränder" begeisterte Saskia Becker vom Landschaftspflegeverband Main-Spessart in Hafenlohr den Bürgermeister und die Bauhofmitarbeiter für die insektenfreundlichen Maßnahmen.

Das neue Projekt soll den Insektenschutz-Bemühungen in Hafenlohr weiter Auftrieb geben. "Wir hatten ohnehin schon Blühflächen stehen gelassen", erklärt Bürgermeister Thorsten Schwab, wie die Gemeinde hier unterwegs ist. Schon geringe Veränderungen bei der Pflege und Bewirtschaftung können Flächen als Lebensräume aufwerten. Diese setzten die Bauhofmitarbeiter Toni Weis und Volker Albert vom Bauhof der Gemeinde um. Hinweise dazu gibt Saskia Becker. Man wolle das natürliche Potenzial von Flächen nutzen und dafür seien Wegränder, Säume oder Gräben geeignet.

Ein Beispiel dafür ist im Ortsteil Windheim zu sehen. Dort wurde ein Graben nur teilweise gemäht. Im anderen Abschnitt stehen Stauden, Schilf und Gras. Gut für die Insektenwelt mit einem weiteren positiven Effekt. Denn im Sommer zeigte sich, dass der Graben an einigen Stellen trotz Trockenheit feucht blieb. Somit kann Bewuchs auch etwas für den Wasserhaushalt in der Landschaft bringen. Für Saskia Becker ist wichtig, mehr Vielfalt in der Feldflur zu erreichen. Etwa durch das abschnittsweise und zeitlich versetzte Mähen, "damit wir übers Jahr hinweg unterschiedliche Wachstumsstadien haben". Das ergebe "ein Mosaik von gemähten und nicht gemähten Flächen in der Flur".

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