Deutscher Verband für Landschaftspflege
  • Die Kommunen wurde für insektenfreundliches Engagement ausgezeichnet. Foto: Rainer Becker
  • Martin Honner (Bauhof) und Hans-Georg Wawra (2. Bürgermeister) machen Mindelheim insektenfreundlich. Foto: Rainer Becker
  • German Fries (1. Bürgermeister) und Florian Brader (Bauhofleiter) nahmen die Auszeichnung für Ottobeuren an. Foto: Rainer Becker
  • Hildegard Brehm und Andreas Meer (1. Bürgermeister) nahmen die Auszeichnung für Böhen entgegen. Foto: Rainer Becke
  • Gudrun Kissinger-Schneider (3. Bürgermeisterin) und Frau Herz (Bauhof) bei für Türkheim der Auszeichnung. Foto: Rainer Becker
  • Für Bad Grönenbach nahmen Claudius Zobel (Bauhof) und Martin Angerer (3. Bürgermeister) die Auszeichnung an. Foto: Rainer Becker

05.10.2021 Unterallgäu: Insektenfreundliche Kommunen ausgezeichnet

Die Auszeichnung "NATÜRLICH BAYERN - Insektenfreundliche Kommune" wurde im Unterallgäu vom Deutsche Verband für Landschaftspflege gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Unterallgäu für besonders insektenfreundliches Engagement an fünf Kommunen überreicht.

Der Landschaftspflegeverband (LPV) Unterallgäu ist Träger des Einzelprojekts „Artenreiche fürs Unterallgäu“. Der LPV hat mit Kommunen und deren Bauhöfen gemeindeweite Konzepte zur insektenfreundlichen Pflege ihrer Flächen erstellt und die Umsetzung der Maßnahmen begleitet.

Die Stadt Mindelheim, die Marktgemeinden Bad Grönenbach, Ottobeuren und Türkheim sowie die Gemeinde Böhen im Landkreis Unterallgäu erhielten die Auszeichnung als „Insektenfreundliche Kommune“. DVL-ProjektleiterinBeate Krettinger überreichte die Auszeichnungen.

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Freuten sich bei der Schilderübergabe über das viele Summen und Brummen in der blütenreichen Wiese: (von links) Lorenz Schmidmaier (AWV), Landrat Michael Fahmüller, Katharina Ries und Rainer Blaschke (beide LPV Rottal-Inn). Foto: LPV Rottal-Inn

01.10.2021 Rottal-Inn: Neue Paradiese für Insekten

Zusammen mehr erreichen - das gilt auch in Rottal-Inn. Der LPV Rottal-Inn hat mit dem Abfallwirtschaftsverband neue insektenfreundliche Lebensräume geschaffen.

Auch der Abfallwirtschaftsverband Isar-Inn hat sich an der Initiative NATÜRLICH BAYERN beim Einzelprojekt "Zwickelbleame - weil's jeder kann" beteiligt. An der Kompostieranlage in Pfarrkirchen, Reichenberg, sind durch Mähgutübertragung und Regio-Saatgut auf insgesamt 900m² blütenreiche Wiesen und Säume entstanden, die zukünftig Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Insekten bieten. Hier wurden sogar zusätzlich noch fünf Streuobstbäume gepflanzt.

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Bei der Auszeichnung im Landkreis Freising. Foto: Heidenflächenverein Münchener Norden

21.09.2021 Freising: Zwei insektenfreundliche Kommunen ausgezeichnet

Die Kommunen Eching und Neufahrn wurden vom Deutsche Verband für Landschaftspflege, dem LPV Freising und dem Heideflächenverein Münchener Norden für besonders insektenfreundliches Engagement ausgezeichnet.

Der Landschaftspflegeverband (LPV) Freising und der Heideflächenverein Münchener Norden sind Träger des Einzelprojekts „Das Gfild blüht auf“. Die Gemeinden Eching und Neufahrn im Landkreis Freising erhielten die Auszeichnung als „Insektenfreundliche Kommune“. DVL-Projektmanager Dr. Martin Sommer überreichte die Auszeichnungen.

Unterschiedlichen Gemeindeflächen wurden in arten- und blütenreiche Insektenlebensräume in der Gemeinde Eching umgestaltet. Es erfolgte die Einsaat auf mehreren kommunalen Flächen mit autochthonen Saatgut und eine Umstellung der Pflege auf öffentlichen Grünflächen. In der Gemeinde Neufahrn wurden fünf Meter breite artenreiche Wiesenstreifen neben Äckern als Biotopverbund auf einer Länge von acht Kilometern aufgebaut. Damit wurde eine Biotopvernetzung zwischen den Brennen in den Isarauen und den Magerrasen in der Garchinger Heide aufgebaut.

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Magere artenreiche Straßenränder und -böschungen sind nicht nur hochwertige Lebensräume für Insekten und andere Kleintiere, sondern auch wichtige Wanderkorridore. Foto: M. Sommer/DVL

14.09.2021 NATÜRLICH BAYERN: Insektenschonende Technik für Weg- und Straßenränder

Weg- und Straßenränder bieten potentiellen Lebensraum und Nahrungsanbot für eine Vielzahl an Pflanzen und Tieren. Mit der richtigen Technik und Pflege haben Wegränder ein hohes Potential für den Erhalt der Biodiversität in der Agrarlandschaft und können einen wichtigen Beitrag zum Biotopverbund leisten.

Ohne sie geht nichts: Landwirte in der Landschaftspflege. Der LPV Hof arbeitet mit dem Maschinenring Münchberg zusammen, wie bei der Mahd des Moors Tannenlohe (Martinlamitz). Foto: Gerald Schmutzler

07.09.2021 Hof: Herausforderungen für die Landschaftspflege

Der Landschaftspflegeverband Landkreis und Stadt Hof organisiert jedes Jahr unter anderem die Pflege von über 100 ha Biotopflächen. Mit seinen Maßnahmen schafft der LPV mehr Artenvielfalt auf seinen Flächen. Dabei ist die Mahd der Landschaftspflegeflächen durch Wettereinflüsse sowie auf häufig unwegsame oder steile Flächen herausfordernd.

Regina Saller betreut für den LPV schon seit vielen Jahren die Landschaftspflege im Landkreis Hof und organisert die Arbeiten auf den naturschutzfachlich wertvollen Flächen. „Durch die zahlreichen Niederschläge gibt es dieses Jahr besonders viel und hohen Aufwuchs. Noch dazu sind die Böden wassergesättigt und matschig“, so Saller. Oft ist Handarbeit gefragt, wie beim Mähen oder beim Abtransport des Mahdguts mit der Gabel von der Fläche. Trockenere und ebene Teilbereiche können teilweise mit dem Mähtruck gemäht werden. Dabei werden jährlich wechselnde Teilbereiche der Wiesen als Brachestreifen stehen gelassen. Regina Saller: „Dies dient dem Insektenschutz. In den ungemähten Bereichen finden Insekten Rückzugsräume und Nahrung.“

Wenn die Mahd der Feuchtflächen abgeschlossen ist, folgen die Magerrasen. Um die dort vorkommenden seltenen Arten wie Arnika, Pechnelke oder Borstgras zu erhalten, müssen diese wertvollen Flächen einmal jährlich im Spätsommer gemäht werden. Gegen Ende Oktober beginnen dann die zahlreichen Pflanzmaßnahmen, wie die Pflanzung von Obstbäumen oder Hecken. Mit diesen Maßnahmen, schafft der LPV mehr insektenreiche Lebensräume. Dazu führt der LPV ein Einzelprojekt im Rahmen der Initiative NATÜRLICH BAYERN unter dem Titel „Wir machen Insekten den HOF!“ durch.

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  • Die ausgezeichneten Kommunen waren Teil des Einzelprojekts "Zwickelbleame - weil's jeder kann“ des LPV Rottal-Inn. Foto: Christian Hamberger
  • Eggenfelden: Katharina Rieß (LPV Rottal-Inn), Beate Krettinger (DVL), Bürgermeister Martin Biber und Bauhof-Leiter Thomas Schreiner (v.l.). Foto: Christian Hamberger
  • Julbach: Rainer Blaschke (LPV Rottal-Inn), Katharina Rieß (LPV Rottal-Inn), 2. Bürgermeisterin Michaela Eichinger, Bürgermeister Markus Schusterbauer, Beate Krettinger (DVL) (v.l.). Foto: Christian Hamberger
  • Kirchdorf: Katharina Rieß (LPV Rottal-Inn), Bürgermeister Christian Müllinger, Bauamtsmitarbeiter Benjamin Pachmann und Siegfried Edmüller, Geschäftsleiter Matthias Übel, Beate Krettinger (DVL) (v.l.). Foto: Christian Hamberger
  • Mitterskirchen: Rainer Blaschke (LPV Rottal-Inn), Katharina Rieß (LPV Rottal-Inn), Bürgermeister Christian Müllinger, Beate Krettinger (DVL) (v.l.). Foto: Christian Hamberger

03.09.2021 Rottal-Inn: Vier insektenfreundliche Kommunen ausgezeichnet

Die Kommunen Eggenfelden, Julbach, Kirchdorf und Mitterskirchen wurden vom Deutsche Verband für Landschaftspflege und dem LPV Rottal-Inn für besonders insektenfreundliches Engagement ausgezeichnet.

Die Stadt Egggenfelden sowie die Gemeinden Julbach, Kirchdorf und Mitterskirchen erhielten die Auszeichnung als „Insektenfreundliche Kommune" im Rahmen des Einzelprojekts „Zwickelbleame - weil's jeder kann“ des LPV Rottal-Inn. DVL-Projektleiterin Beate Krettinger überreichte die Auszeichnungen. In den ausgezeichneten Kommune wurden neue insektenfreundliche Lebensräume geschaffen und auf insektenfreundliche Pflege vieler öffentlicher Fläche durch die jeweiligen Bauhöfe umgestellt.

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Dr. Martin Sommer (DVL), Nadine Kühnert (GF LPV Donau-Ries), Bgm. Franz Moll, stellv. Bauhofleiter Bernd Lier, Bauhofleiter Roland Fritzsch. Foto: LPV Donau-Ries

27.08.2021 Donau-Ries: Oberndorf am Lech ist insektenfreundlich

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege zeichnete gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Donau-Ries e.V. die Gemeinde Oberndorf a. Lech für besonders insektenfreundliches Engagement aus.

Die Gemeinde Oberndorf a. Lech im Landkreis Donau-Ries erhielt die Auszeichnung „NATÜRLICH BAYERN -Insektenfreundliche Kommune“ im Rahmen des Einzelprojekts „DONAU-RIESig säen“ des LPV Donau-Ries. Im Gebiet der Gemeinde Oberndorf am Lech wurden Ackerrandstreifen auf gemeindeeigenen Flächen durch Mähgutübertragung und ebeetle Saatgut angelegt. Die insektenfreundliche Pflege öffentlicher Grünfächen erfolgt durch den engagierten Einsatz des Bauhofes. Dabei wurde die Mahdhäufigkeit reduziert, das Mähgut abtransportiert und auch Altgrasstreifen auf den Flächen belassen.

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  • Auftakt des Projekts am Hofer Teufelsberg mit OB Eva Döhla (3.v.r.) sowie (v.r.) Stefan Wirth und Christoph Grzesiak (Stadt Hof), Regina Saller (LPV), Sigrid Klinger (Untere Naturschutzbehörde Hof), Isabel Kaske (LPV). Foto: Peter Roggenthin
  • Der artenreiche Magerrasen auf dem Teufelsberg wird vom LPV gepflegt. Foto: Peter Roggenthin
  • Der LPV setzt Maßnahmen zur Schaffung von blühenden Lebensräumen auf kommunalen Flächen entlang von Kreisstraßen sowie innerhalb der Stadt Hof um. Foto: Peter Roggenthin

17.08.2021 Hof: Wir machen Insekten den HOF!

Der LPV Landkreis und Stadt Hof setzt Maßnahmen zur Schaffung von blühenden Lebensräumen auf kommunalen Flächen der Stadt Hof um. Zum Auftakt des Projekts „Wir machen Insekten den HOF!“ trafen sich die Hofer Stakeholder auf dem Teufelsberg, einem geschützten Biotop im Herzen der Stadt.

Das Projekt legt in den nächsten zwei Jahren gemeinsam mit Bauhöfen sowie Landwirten auf kommunalem Grund artenreiche Flächen an und berät über insektenfreundliche Pflege. Für die Aufwertung oder Neuanlage von ursprünglich artenarmen Flächen werden unter anderem Samen artenreicher Wiesen aus der Region mit verschiedenen Techniken, wie maschinellem Wiesendrusch oder Handsammlung, geerntet und auf ausgewählten Flächen ausgesät. Welche Maßnahmen auf welchen Flächen möglich und geeignet sind, erarbeitet der LPV mit Flächeneigentümern, Landwirten, Kommunalvertretern und Bauhöfen.

Um die am Teufelsberg vorkommenden artenreichen Magerrasen zu erhalten, wird diese Fläche bereits seit vielen Jahren vom LPV gepflegt. LPV-Projektmanagerin Isabel Kaske erläutert: „Wir werden im Rahmen des Projekts prüfen, ob der Teufelsberg als Spenderfläche für Mahd- oder Saatgut dienen kann. Die hier vorkommenden Insekten sind genau abgestimmt auf die Blühzeitpunkte der lokalen Pflanzen. Deshalb ist es besonders wichtig, regionales Saatgut zu verwenden – ob zuhause im Garten oder draußen in der Landschaft“.

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  • Der Themenweg "Artenvielfalt" führt durch das Aurachtal in der Gemeinde Stegaurach. Foto: LPV Bamberg
  • Der Themenweg "Artenvielfalt" wird vom LPV Bamberg und der Gemeinde Stegaurach vorgestellt. Foto: LPV Bamberg
  • Der Themenweg "Artenvielfalt" in der Gemeinde Stegaurach. Foto: LPV Bamberg

10.08.2021 Bamberg: In Stegaurach die "Artenvielfalt" erleben

In Stegaurach zeigen neun Stationen mit Hinweistafeln den Besuchern, wie vielfältig Flora und Fauna im Aurachtal sind. Der LPV Landkreis Bamberg und die Gemeinde Stegaurach haben gemeinsam einen Lehrpfad zur Artenvielfalt im Rahmen des Einzelprojekts "Mehr Mut zur Natur – Insekten willkommen" geschaffen.

Entlang des Themenwegs "Artenvielfalt" können Besucher erleben, wie die Gemeinde Stegaurach sich für die Biodiversität auf ihren eigenen Flächen engagiert und Wissenswertes über Insekten und die Zusammenhänge in der Natur lernen. Der Weg führt entlang von neun Stationen durch das schöne Aurachtal vorbei an Wiesen, Feldern, blütenreichen Wegrändern und Brachen. Praxis-Tipps und -beispiele an den einzelnen Stationen laden ein, selbst aktiv zu werden.

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Der LPV Lindau-Westallgäu stellte in Harbatshofen eine schonende Erntetechnik für Saatgut vor. Foto: Michaela Berghofer

06.08.2021 Lindau: Saatguternte für heimische Blütenpracht

Der Landschaftspflegeverband Lindau-Westallgäu führte eine schonende Saatguternte mit dem eBeetle auf einer artenreichen Spenderfläche in Harbartshofen vor. Die Einladung erfolgte als Teil des NATÜRLICH BAYERN-Projekts „Heimische Blütenpracht – Unsere Kommune macht´s“.

Ziel des Projekts ist die insektenfreundliche Aufwertung kommunaler Grünflächen im Landkreis Lindau zur Förderung der heimischen Artenvielfalt, welche vorrangig durch Änderungen der Grünflächenpflege erreicht werden soll. Wo das Entwicklungspotential von solchen Wiesen durch fehlenden Samenvorrat im Boden aber gering ist, soll mit gebietseigenem, vornehmlich selbstgeerntetem Saatgut angereichert bzw. eingesät werden.

Eine Möglichkeit zur Gewinnung heimischen Saatguts ist die pflanzen- und insektenschonende Ernte mit einem eBeetle durch das Ausbürsten von Samen mit rotierenden Walzen.  Bei der Ernte von heimischem Saatgut ist der richtige Zeitpunkt sehr wichtig. Um so viele Pflanzenarten wie möglich auf einer artenreichen Fläche sammeln zu können, muss mehrfach im Jahr zur Samenreife der jeweiligen Arten geerntet werden. Damit in der Spenderfläche selbst die Artenvielfalt erhalten bleibt, darf nicht alles und auch nicht jedes Jahr geerntet werden.

 

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  • In der Garchinger Heide wurde in umgebrochene Initialstreifen angesät. Foto: W. Willner
  • In der Garchinger Heide wurde in umgebrochene Initialstreifen angesät. Foto: W. Willner
  • Entlang des Radwegs von Eching nach Garching wurde 2019 durch die artenreiche Ansaat ein insektenfreundlicher Lebensraum geschaffen. Foto: Heideflächenverein Münchener Norden

27.07.2021 Freising: Mehr Lebensräume für Insekten in Eching

Seit dem Frühjahr sind im Gemeindegebiet von Eching in manchen Wiesen und Grünflächen interessante Muster zu erkennen. Es handelt sich dabei um umgebrochene Initialstreifen, in die heimische Wildblumen eingesät wurden. Gemeinsam mit dem Bauhof hat der Heideflächenverein geeignete Grünflächen im Ortsgebiet von Eching ausgewählt.

Ziel ist es, auf artenarmen Wiesen und Grünflächen blütenreiche Lebensräume für Insekten zu schaffen. Damit sich die heimischen Heidearten etablieren können, musste zuerst die bestehende Grasnarbe aufgebrochen werden, um offenen Boden für die Ansaat zu schaffen. Die Flächen wurden anschließend mit Druschgut aus der Heide oder mit Saatgutmischungen mit heimischen Wiesenblumen eingesät.

Auch die Pflege der Flächen soll angepasst und extensiviert werden. Durch eine spätere Mahd haben die Pflanzen die Möglichkeit sich nach der Blüte auszusamen und weiterzuverbreiten. Die zahlreichen Blüten bieten Nahrung für heimische Insekten. Ungemähte Flächen bieten Wildtieren Lebensraum und Unterschlupf.

Ein Einzelprojekt dieser Initiative ist das Kooperationsprojekt des Heideflächenverein Münchener Norden e.V. mit dem Landschaftspflegeverband Freising mit dem Titel „Das Gfild blüht auf“. Die Maßnahmen sollen im Projektgebiet dazu beitragen, den Biotopverbund zwischen der Garchinger Heide und der Isaraue zu verbessern. Durch Ansaaten mit heimischem Saatgut wurden im Rahmen des Projekts bereits 1,5 ha landwirtschaftliches Grünland und kommunale Grünflächen im Gemeindegebiet von Eching und Neufahrn in artenreiche Lebensräume umgewandelt.

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20.07.2021 NATÜRLICH BAYERN auf der Landesgartenschau

Der DVL und der Landschaftspflegeverband Eichstätt haben NATÜRLICH BAYERN auf der Landesgartenschau in Ingolstadt vorgestellt. Im Pavillon des Bayerischen Ministeriums für Umwelt und Verbaucherschutz wurden den Besucher die Themen Landschaftspflege, insektenfreundliche Pflegemaßnahmen und Artenvielfalt näher gebracht.

Händische Ansaat in Alzenau. Foto: LPV Aschaffenburg.

13.07.2021 Aschaffenburg: Ansaat für artenreiche Flächen

Im Rahmen des Einzelprojektes "Wir lassen (Streuobst-) Wiesen wieder aufblühen" des LPV Aschaffenburg werden artenarme Flächen im gesamten Landkreis Aschaffenburg mit gebietseigenem Saatgut angesät, sodass zukünftig blütenreiche Streuobstwiesen und andere artenreiche Wiesentypen entstehen.

Im Juni wurden artenreiche Blühwiesen in Großwelzheim und in Alzenau beerntet. Das Saatgut wurde anschließend gesiebt und getrocknet, damit es bis zur Aussaat gelagert werden kann. Das ausgesiebte grobe Pflanzenmaterial wurde direkt zwei Tage später auf zwei Flächen in Alzenau und Glattbach ausgebracht.Der Zeitpunkt zur Aussaat ist zwar nicht optimal, aber somit konnte das grobe Pflanzenmaterial ebenfalls für die Ansaat verwendet werden.

Die bereits im Jahr 2020 angesäten Flächen erhalten diesen Sommer einen Schnitt, der die Pflanzenvielfalt und die wünschenswerten Arten begünstigen soll.

 

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  • Am Radweg: Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs, Bauhofleiter Klemens Elb, Christine Hilker vom LPV Bamberg und 3. Bürgermeisterin Ina Greß zeigen die neue Informationstafel. Foto: LPV Bamberg
  • Die Ansaat am Radweg in der Gemeinde Memmelsdorf blüht auf. Foto: LPV Bamberg
  • Die Fläche am Radweg kurz nach der Ansaat. Foto: LPV Bamberg
  • Ein blühender Lebensraum für Insekten wurde am Friedhof geschaffen. Foto: LPV Bamberg
  • Die Fläche am Friedhof nach der Ansaat. Foto: LPV Bamberg

06.07.2021 Bamberg: Von der Ansaat zur Blüte

Die angesäten Flächen in der Gemeinde Memmelsdorf im Landkreis Bamberg blühen auf. Das Team des Memmelsdorfer Bauhofs um Bauhofleiter Klemens Elb und Bauamtsleiter Stephan Walz schafften mit Anleitung des LPV Bamberg innerhalb kurzer Zeit ein Wohlfühlparadies für Insekten.

Im vergangenen Jahr pflanzten sie Obstbäume, säten eine Wiesenblumenfläche an, welche dieses Jahr für eine reich gedeckte Blüten-Tafel sorgt. Sie platzierten Totholz, sowie Sand- und Steinhaufen für Brut- und Überwinterungsquartiere. Und an die Menschen wurde auch gedacht: Eine aus einem Baumstamm gesägte Bank lädt zum Verweilen und Beobachten ein. Informationstafeln sollen die Spaziergänger auf den besonderen Lebensraum aufmerksam machen.

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Peter Riegg stellt das Einzelprojekt des LPV Eichstätt auf einer Streuobstwiese vor. Foto: LPV Eichstätt

29.06.2021 Eichstätt: Bienenweide Streuobstwiese

Im Einzelprojekt "Bienenweide Streuobstwiese - ein vielfältiger Lebensraum blüht auf" des LPV Eichstätt steht das Thema Streuobstwiese und Insektenschutz im Vordergrund. Dazu wurden zunächst zwei Streuobstwiesen im Außenbereich der Gemeinde Böhmfeld ausgewählt.

"Unsere Wahl fiel auf die Böhmfelder Flächen, weil wir hier eine Mischung aus jungem und älterem Baumbestand vorfinden. Das eröffnet uns die Möglichkeit, verschiedene Pflegemaßnahmen auszuprobieren", erklärte Peter Riegg vom LPV Eichstätt. Eine der beiden Streuobstwiesen liegt nördlich von Böhmfeld und wird seit Jahren von Biobauer Xaver Ernst mit seinen schottischen Hochlandrindern beweidet. Das Grünland auf der 1700 Quadratmeter großen Fläche dient den Tieren das ganze Jahr über als alleinige Nahrungsquelle. Die großkronigen Nuss-, Birn- und Apfelbäume erfüllen nicht nur den Zweck der Obsterzeugung, sondern spenden den Highlands im Sommer dringend benötigte Schattenplätze und bieten Insekten sowie Vögeln einen optimalen Lebensraum.

Neben der insektenschonenden Pflege und Aufwertung von bestehenden Flächen ist auch die Neuanlage von insekenfreundlichen Flächen geplant. Durch Beratungen und Schulungen für gemeindliche Bauhofmitarbeiter können neu geschaffene und aufgewertete Lebensräume über den Projektzeitraum hinaus nachhaltig und insektenfördernd bewirtschaftet werden. Der LPV Eichstätt hat sich zum Ziel gesetzt, Insekten ihre Lebensräume zurückzugeben und damit einen Beitrag zur regionalen Biodiversität zu leisten.

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Projektmanagerin Julia Greulich kümmert sich um das Projekt "Heimische Blütenpracht - unsere Kommune macht's" des LPV Lindau-Westallgäu. Foto: LPV Lindau-Westallgäu

25.06.2021 Lindau: Heimische Blütenpracht

Der Landschaftspflegeverband Lindau-Westallgäu e.V. unterstützt mit dem Einzelprojekt "Heimische Blütenpracht - unsere Kommune macht's" die insektenfreundliche Aufwertung kommunaler Flächen im Landkreis Lindau.

Durch angepasste Pflegemaßnahmen und die Förderung ausschließlich gebietsheimischer Pflanzen sollen in den nächsten zwei Jahren auf kommunalen Flächen artenreiche Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und andere nützliche Insekten geschaffen werden. Projektmanagerin Julia Greulich ist beim LPV Lindau-Westallgäu für das Projekt zuständig.

Dabei geht es vor allem um Wirksamkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit: wichtiges Ziel ist die insektenfreundliche Aufwertung kommunaler Flächen durch angepasstes Pflegemanagement. Die Ausbringung von gebietseigenem, vornehmlich selbstgeerntetem Saatgut, das Insekten wirklich hilft, soll das Vorhaben auf Flächen mit wenig Entwicklungspotential ergänzen. Zu einer vielfaltsfördernden Pflege dieser neuen Lebensräume bietet der LPV im Projektzeitraum individuelle Beratungstermine für Kommunen an. 

 

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  • Auszeichnung der „NATÜRLICH BAYERN - Insektenfreundlichen Kommunen“ in Beerhof: Bayerns Staatsminister Thorsten Glauber (4. von links) und DVL-Projektmanager Dr. Martin Sommer (ganz rechts) übergaben die "Florfliege". Foto: Peter Roggenthin
  • "NATÜRLICH BAYERN - Insektenfreundliche Kommune“ Speichersdorf: Bauhofmitarbeiter Andreas Bayer bringt heimisches Saatgut für neue insektenreiche Lebensräume in der Gemeinde Speichersdorf aus. Foto: P. Roggenthin

18.06.2021 „NATÜRLICH BAYERN – Insektenfreundliche Kommunen“ ausgezeichnet

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege zeichnet gemeinsam mit Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber fünf Kommunen im Landkreis Bayreuth für besonders insektenförderndes Engagement aus.

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege verleiht die „Florfliege“ für insektenfreundliche Kommunen im Rahmen seiner landesweiten Initiative NATÜRLICH BAYERN. Die Städte Hollfeld, Bad Berneck und Goldkronach sowie die Gemeinden Speichersdorf und Warmensteinach im Landkreis Bayreuth erhalten die Auszeichnung als „Insektenfreundliche Kommune“.  Bayerns Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Thorsten Glauber und DVL-Projektmanager Dr. Martin Sommer überreichen die Auszeichnungen.

Die Auszeichnung der fünf Kommunen im Landkreis Bayreuth ist der Startschuss der Würdigung des insektenfreundlichen Engagements von Städten und Gemeinden im Rahmen von NATÜRLICH BAYERN. Mit der „Florfliege“ werden in den nächsten zwei Jahren weitere engagierte Kommunen in den Projektgebieten der bayerischen Landschaftspflegeverbände gewürdigt.

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15.06.2021 NATÜRLICH BAYERN: 10 Tipps zur Grünlandmahd

Verschiedene Techniken bei der normalen Grünlandbewirtschaftung können zur Insektenvielfalt beitragen. Besonders bei der Pflege von Schutzgebieten gilt es, die nützlichen Insekten zu schonen.

  • Mahdtechnik: Nachweislich amtierschonendsten hat sich die Mahd mit Messerbalken (Fingerbalken-oder Doppelmessertechnik) herausgestellt. Die horizontal liegenden Schneidwerke und einer geringen Mähgeschwindigkeit ohne Schürzen und Ansaugwirkung schädigen Tiere im Gegensatz zu rotierenden Mähern kaum. Zudem können sie leichter flüchten. Das Mahdgut wird immer locker breitwürfig abgelegt, trocknet besser und die Tiere können leichter aus dem Mähgut flüchten.
  • Mahdhöhe: Eine Mahdhöhe von mindestens 10 cm schont Bodeninsekten und auch Amphibien und andere Kleintiere. Auch das Mähwerk wird geschont.
  • Mahdgeschwindigkeit: Sie sollte so gering wie möglich sein, damit Insekten besser flüchten können. Mit Kreiselmähern sollte die Fahrgeschwindigkeit um ca. 5 km/h reduziert werden.
  • Abschnittsweise: Falls im Betriebsablauf möglich, sollten v. a. große Flächen nicht in einem Gang gemäht werden, sondern abschnittsweise um wenige Wochen versetzt. Wenn möglich, sollten auch Altgrasstreifen von 5 – 15 % bis zur nächsten Mahd stehengelassen werden, also nach der letzten Mahd auch über Winter als Rückzugsräume.
  • Jahreszeitliche Mahd: Je nach Region und Grünlandtyp ist eine insektenschonende Mahd zu unterschiedlichen Zeitpunkten angezeigt. Mahd zu bestimmten Zeiten sorgt für einen Schwund bestimmter Insektenarten, die zur dieser Zeit in den Biotopen leben. Hier sind Kompromisse zwischen Ertrag und Artenschutz notwendig. Zu günstigen Schnittzeitpunkten der Flächen kann man die Expertise erfahrener Landschaftspflegeexperten einholen.
  • Tageszeitliche Mahd: Diese Hinweise gelten nur für Kreiselmäher. Am schonendsten für Wildinsekten ist die Mahd bei Sonnenschein in der Mittags- und Nachmittagszeit, also wenn die Insekten besonders mobil sind und gut flüchten können. Ideal ist im Früh- und Spätsommer in den zentralen Mittagsstunden bei sonnigem Wetter gut zu mähen, während des Hochsommers bei sonnigem Wetter vom späten Vormittag bis frühen Nachmittag.
  • Mähhäufigkeit: Aus Sicht des Insektenschutzes wie auch der Pflanzenartenvielfalt gilt der Grundsatz, dass nicht mehr als zweimal gemäht werden soll. Als Mähzeitpunkte gelten hier für wüchsige artenreiche Wiesen Anfang Juni und August/September als Richtschnur. Um auf konventionellen Wirtschaftsgrünland die Insekten zu fördern, sollte die Düngung nach Möglichkeit reduziert werden und falls vorhanden mit Festmist gedüngt werden. Die Mahdhäufigkeit sollte auch hier dreimal nicht überschreiten.
  • Mährichtung: Für eine insektenschonende Mahd sollten größere Flächen von der Mitte aus nach außen gemäht werden.
  • Aufbereiter: Aufbereiter zerquetschen einen Großteil der Insekten, die das Mulchen überlebt haben.
  • Zetten und Schwaden: Zetten und Schwaden werden insektenschonend(er), wenn möglichst nur einmal, höchstens zweimal gezettet wird, bei reduzierter Fahrgeschwindigkeit und möglichst niedriger Drehzahl. Der Zeitverlust sollte sich in Grenzen halten. Zetten und Schwaden erzeugt ein sehr hohes Risiko für Insekten, vor allem wenn mehrfach gezettet wird.
  • Bei den Dreharbeiten: Willi Weitzel im Gespräch mit Wildbienenexperte Klaus Weber. Foto: DVL
  • Bei den Dreharbeiten: Willi Weitzel trifft DVL-Projektmanager Martin Sommer. Foto: DVL
  • So geht insektenfreundliches Mähen mit dem Balkenmäher. Ein Bauhofmitarbeiter weist Willi ein. Foto: DVL
  • Das NATÜRLICH BAYERN Filmmobil: der Elektrofrosch. Foto: Eulefilm
  • Ein sauberer und tierschonender Wiesenschnitt mit dem Doppelmessermähwerk wird von Willi begutachtet. Foto: DVL

01.06.2021 NATÜRLICH BAYERN - Dreharbeiten mit Willi Weitzel

Die Dreharbeiten für die Filmserie des Projekts "NATÜRLICH BAYERN - insektenreiche Lebensräume" haben begonnen. Der DVL rückt gemeinsam mit den LPV die Insektenvielfalt und ihre Lebensräume in den Mittelpunkt einer Filmserie. Der Reporter und Moderator Willi Weitzel nimmt die Zuschauer mit in die Welt der Insekten, bunten Wiesen und der Landschaftspflege.

In den ersten drei Teilen der Filmserie erkundigt sich Willi Weitzel über die Insektenvielfalt und deren Gefährdung, erfährt, welche Lebensräume für sie wichtig sind und wie man sie pflegt und anlegt. In Bamberg trifft er den Wildbienenexperten Klaus Weber vom Landschaftspflegeverband Bamberg. In Dingolfing-Landau lässt er sich von Jessica Rossow vom dortigen Landschaftspflegeverband zeigen, worauf es bei der Pflege einer artenreichen Wiese als Lebensraum für Insekten ankommt und geht den Bauhofmitarbeitern beim Mähen zur Hand. In Rottal-Inn zeigt ihm Martin Biber, Bürgermeister von Eggenfelden, gemeinsam mit Katharina Ries vom Landschaftspflegeverband, was Kommunen für insektenreiche Lebensräume tun können.

Raps ist bei Honigbienen beliebt. Foto: Albin Andersson

26.05.2021 Wildbienen für die Obstblüte

Rapsfelder ziehen Honigbienen magisch an. Sind die Felder direkt neben Apfelanlagen, fliegen die Insekten eher zu den gelben Blüten als zu den nahegelegenen Obstbäumen. Das zeigt eine neue Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ). Dass die Apfelernte bei den untersuchten Apfelanlagen trotzdem stabil blieb, lag an Hummeln und anderen Wildbienen, die die Bestäubungslücke füllten. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "Agriculture, Ecosystem and Environment" veröffentlicht.

"Wir haben aber nicht nur die Bienen gezählt, sondern auch die Bestäubungsleistung gemessen", erläutert Osterman. Ein Teil der Blüten wurde mit einem Netz überzogen, sodass diese nicht von Honig- oder Wildbienen besucht werden konnten, um zu vergleichen, was passiert, wenn die Bienen als natürlicher Bestäuber fehlen. "Klar ist, dass sich ohne die Bestäubung von Insekten kaum Äpfel bilden", sagt Osterman. Obwohl es weniger Honigbienen bei den von Raps umgebenen Anlagen gab, bildeten sich im Vergleich zu den Anlagen ohne nahen Raps gleich viele Äpfel. Das erhöhte Vorkommen von Wildbienen könnte den Verlust der Honigbienen ausgeglichen haben, so Osterman.

Aus ihren Ergebnissen folgern die Forschenden, dass es für Apfelbauern sinnvoll sein könnte, speziell die Ansiedlung von Wildbienen zu fördern. "Kommerziell gehaltene Honigbienen spielen bei der Bestäubung von Apfelbäumen natürlich weiterhin eine große Rolle. Hummeln und andere Wildbienen könnten aber lukrativer sein, da sie ähnlich effektive Bestäuber sind und weniger von anderen Nahrungsangeboten abgelenkt werden", betont Julia Osterman. Mögliche Maßnahmen für den Wildbienenschutz reichen vom Anlegen von Blühstreifen bis hin zu Nisthilfen. Einige Arten nisten unterirdisch und benötigen offene Bodenstellen. Andere besiedeln alte Scheunenmauern und Steilwände in der Umgebung. "Wildbienen benötigen auch nach der Obstblüte Nahrungsmöglichkeiten. Das sollte beim Apfelanbau berücksichtigt werden", sagt Paxton abschließend.

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